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Rabatt
Preisnachlaß, den die Tarife der Medien für die Abnahme bestimmter Mengen von Raum oder Zeit vorsehen. Weiterhin werden Rabatte für die Belegung mehrerer Medien eines Anbieters gewährt (Tarifkombination, Malstaffel, Mengenstaffel).

 

Radio Marketing Service (RMS)
Vermarktungsgesellschaft für derzeit 21 werbungführende Hörfunksender und 7 Funk-Tarifkombinationen.

 

Random-Stichprobe
Stichprobe, die durch reine Zufallsauswahl der zu befragenden Personen gebildet wird. Im allgemeinen geschieht dies stufenweise, z. B. durch die Vorauswahl von Gemeinden und innerhalb dieser dann durch die Bestimmung von Zielpersonen anhand von Einwohnerkarteien. Außerdem kann die Stichprobe durch Schichtung verbessert werden. Hierbei bildet man Stichproben für komplette Teilbereiche der Grundgesamtheit, z. B. Länder. Die Genauigkeit der Aussagen, die aus Zufallsstichproben gewonnen werden, läßt sich berechnen (Quota-Stichprobe, Flächen-Stichprobe, Klumpen-Auswahlverfahren).

 

Randzonen von Großstädten
Bei einer schematischen Einteilung nach Ortsgrößenklassen werden kleine Gemeinden in unmittelbarer Nähe von Großstädten "soziologisch falsch" eingestuft. Daher geht man bei der Aufgliederung von Umfrageergebnissen weitgehend dazu über, nicht allein die politischen Grenzen der Gemeinden zugrunde zu legen, sondern solche Randzonen von Großstädten (Verstädterungszonen) als Einzugsbereich der entsprechenden Stadt zuzurechnen. Grundlage solcher Zuordnungen ist im allgemeinen die Ausarbeitung von Boustedt: "Die Stadtregionen in der Bundesrepublik" in der jeweils letzten verfügbaren Ausgabe.

 

Range
Spannweite, Bereich, auch verwendet im Sinne von "Etat-Range" Etat-Swing.

 

Rangkorrelation
Korrelation zwischen Variablen, die jeweils nur auf einer Ordinalskala gemessen werden, also in Form von Rangreihen vorliegen. Die gebräuchlichsten Verfahren stammen von Spearman und Kendall (Skalen, Spearman's Korrelation, Kendall's Korrelation, Konkordanz-Koeffizient).

 

Rangreihe
ist eine nach Größe und Wertigkeit geordnete Anzahl von Zahlen oder Begriffen.

 

Rangreihen-Gewichtung
Affinität ist die Relation der Zielgruppenreichweite zur Gesamtreichweite eines Mediums. Werden zur Berechnung Reichweitenprozente gewählt, ist das Ergebnis der Reichweiten-Index, nimmt man absolute Reichweiten als Berechnungsgrundlage, ergibt sich daraus der Zielgruppenanteil.

 

Ratings
Anteile von einer bestimmten Gesamtheit. Mediatechnisch wird darunter der Prozentsatz von eingeschalteten Radio-oder Fernsehgeräten, bezogen auf alle vorhandenen Geräte pro Sendung, verstanden. Ratings werden im allgemeinen durch Aufzeichnungsgeräte ermittelt, die in einer repräsentativen Stichprobe von Haushalten installiert wurden.

 

Reaktanz
Widerstand, z. B. der Widerstand, den Umworbene gegenüber werblichen Maßnahmen haben.

 

Recall
Erinnerung; z. B. an bestimmte Werbemittel oder deren Inhalte wie Markennamen, Slogan, Produktnutzen u. ä. Bei Recall-Tests wird unterschieden zwischen ungestützter (unaided recall) und gestützter (aided recall) Erinnerung.

 

Recognition
Wiedererkennen von Anzeigen und deren Inhalten bzw. redaktionellen Beiträgen nach Vorlage der Originale. Ein Verfahren zur Messung der Recognition von Anzeigen ist der Copy-Test, dessen Methode von D. Starch entwickelt wurde.

 

Redaktionelles Umfeld
Thematische Gestaltung des Mediums durch Zahl, Umfang und Ausrichten von Beiträgen über spezielle Interessenbereiche (Umfeld).

 

Redressement
Angleichungen der Struktur einer Zufallsstichprobe an diejenige der abzubildenden Grundgesamtheit. Die Angleichung erfolgt dabei über Gewichtung der Fälle. Im allgemeinen wird ein Redressement über Zellengewichtung durchgeführt, wobei die Aufgliederung der Stichprobe über Segmentation erfolgt.

 

Redundanz
Begriff aus der Informationstheorie, der etwas über die "Weitschweifigkeit" von Nachrichten aussagt: Begriffe, die nicht unmittelbar der Information etwas Neues hinzufügen, werden als "redundant" bezeichnet. Bei einem "weißen Schimmel" ist z. B. das Wort "weiß" redundant. Für die Werbeforschung ist dieser Begriff insofern von Bedeutung, als die Werbebotschaft im Idealfall weder zu wenig noch zu viel Redundanz enthalten sollte, um optimal wirken zu können.Durch entsprechende mathematisch-statistische Verfahren ist die Redundanz einer Botschaft meßbar (Kommunikation, Lernen).

 

Regelmäßige Leser
Anderer Begriff für Kernleser (Leserschaftsgruppen).

 

Regressionsanalyse
ist ein Verfahren der multivariaten Statistik und wird dann angewandt, wenn die funktionale Abhängigkeit zwischen Variablen überprüft werden soll, von denen eine die abhängige und die anderen die unabhängigen Variablen sind. Mit der Methode der kleinsten Quadrate wird die sogenannte Regressionsgleichung errechnet. Bei nur einer unabhängigen spricht man von einfacher, bei mehreren unabhängigen Variablen von multipler Regression. Werden nur lineare Beziehungen aufgedeckt, handelt es sich entsprechend um lineare Regression, andernfalls, wenn z. B. Sättigungseffekte ermittelt werden sollen, um nonlineare Regression (Multivariate Analyse).

 

Reichweite
Anteil der Zielpersonen, die durch einen Werbeträger oder durch eine Werbeträgerkombination erreicht werden. Dabei meint der Begriff Reichweite insbesondere die Personen, die überhaupt, also wenigstens einmal erreicht werden. Da bei mehrfacher Einschaltung der Medien pro Person mehrere Kontakte anfallen, ist es üblich, mittels Response-Funktion eine Wirksame Reichweite zu definieren. So werden die Personen fixiert, die im Sinne des Werbezieles eine genügend große Kontaktdosis erhalten.

 

Relaunch
ist die Erneuerung eines alten Produktes, welches in den wesentlichen Parametern -Produkt, Packungsgestaltung -geändert wird (Revival).

 

Reliabilität
bezeichnet die Zuverlässigkeit eines wissenschaftlichen Versuchs (Testkriterien).

 

Remanenz-Rate
Marktanteilsschwund, der durch zeitbedingte Vergessens-bzw. Verdrängungs-Effekte hervorgerufen wird(Marktmechanik).

 

Remittenden
Vom Handel an den Verlag zurückgegebene Zeitschriften-oder Zeitungs-Exemplare, die nicht verkauft worden sind. Die Remission erfolgt teilweise real in Form der Hefte, teils durch Vertrauens-Remission (auch "körperlose R.") lediglich als Bekanntgabe an den Verlag.

 

Repräsentativ
Für die Grundgesamtheit stehend; Ergebnisse lassen sich von der Stichprobe in gewissen Genauigkeitsgrenzen auf die Grundgesamtheit übertragen.

Resonanztest
Testverfahren, bei dem die Wirkung werblicher Maßnahmen auf eine mit diesen Maßnahmen unmittelbar konfrontierte Versuchsperson (z. B. durch Vorspielen eines Fernsehspots) gemessen wird.

 

Response-Funktion
Kontaktbewertungskurve.

 

Revival
Darunter wird das Impulsgeben für eine noch existente, vielleicht auch noch respektable Umsätze realisierende Marke verstanden (Relaunch).

 

Rotation
In der Markt-und Meinungsforschung Bezeichnung für die systematische Veränderung von Versuchsbedingungen. Dadurch sollen Positionseffekte ausgeschlossen werden. So wird z. B. bei Media-Erhebungen die Reihenfolge der Titelkarten bei der Vorlage geändert, weil Titel, die zuletzt abgefragt werden, immer benachteiligt sind.

 

Rückkoppelung
(englisch: feed back) Funktionsprinzip von Regelkreisen. Man spricht in einem dynamischen System von Rückkoppelung, wenn Änderungen in den Ausgangsgrößen auf die Eingangsgrößen zurückwirken (Kybernetik).

 

Rundungsdifferenzen
sind Unstimmigkeiten in den Endsummen bei der Verrechnung von Einzelwerten, die durch das Auf-und Abrunden von Werten entstehen können. Bei modernen EDV-Anlagen entstehen solche Rundungsdifferenzen oft durch die mechanische Auf-oder Abrundung im Computer.