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Panel
Repräsentativer Kreis von Personen, der immer wieder befragt wird, bzw. dessen Teilnehmer regelmäßig zu bestimmten Fragen berichten (meist in schriftlicher Form) (Individualpanel, Haushaltspanel, Konsumentenpanel, Panel-Effekt Stichprobe).

 

Panel-Effekt
Veränderung von Verhaltensweisen durch wiederholte Befragung der gleichen Person. Sofern der Effekt auftritt, wird die Repräsentanz der Ergebnisse gefährdet (Panel, repräsentativ).

 

Parameter
Eine Größe, die die Struktur bestimmter Zusammenhänge bestimmt -etwa in einer mathematischen Funktion, selbst aber für die zu lösende Aufgabe nicht zu den Veränderlichen gehört, also vorgegeben ist. Ein Beispiel für solche Parameter stellen die Größen a und b in der Geradengleichung dar: y = a+bx
Auch der Erwartungswert und die Varianz von Verteilungen sind Parameter.

 

Partielle Korrelation
"Reine" Korrelation zwischen zwei Variablen, d. h., die Abhängigkeiten von anderen Variablen werden rechnerisch ausgeschaltet. Beispiel: Korrelation zwischen Körpergröße und Körpergewicht, wenn das Alter ausgeschaltet wird.

 

Passiver Bekanntheitsgrad
auch gestützter Bekanntheitsgrad, aided recall. Bekanntheitsgrad eines Produktes, einer Person oder Firma mit Hilfe von Gedächtnisstützen-Ermittlung. Der passive Bekanntheitsgrad differenziert besonders gut zwischen Befragungsgegenständen mit generell niedriger Bekanntheit (Aktiver Bekanntheitsgrad).

 

Penetration
Durchsetzung einer Nachricht oder Werbebotschaft bei Zielpersonen. Penetration kann graduell unterschiedlich definiert sein und z. B. ihren Ausdruck in passiver oder aktiver Markenbekanntheit finden.

 

Permutation
ist ein Begriff der Kombinatorik. Es handelt sich dabei um die Abbildung einer Menge von Elementen auf sich selber. Das Ergebnis ist somit eine "Umsetzung" der Elemente. Im Zusammenhang mit der Media-Selektion ist damit auch die Vielzahl der Kombinationen von Werbeträgern und Belegungszahlen gemeint.

 

Permutatives Verfahren
Arbeitsweise von konstruierenden Media-Selektions-Programmen, bei der die sich aus der Vielzahl von Belegungsschritten und/oder Titeln ergebenen Kombinationsmöglichkeiten innerhalb bestimmter Grenzen in ihrer Gesamtheit anhand eines vorgegeben Kriteriums durchgeprüft werden.

 

Personen-Stichprobe
Querschnitt, dessen Grundgesamtheit aus Personen besteht. Diese Form der Stichprobe wird bei den meisten Leser-und Markt-Analysen angewandt.

 

Personengebundenes Mediagewicht
Wertzumessung für unterschiedliche Personengruppen mit Bezug auf ihre Medianutzung. So kann z. B. "Zu-Hause-Lesern" ein höheres Gewicht zugewiesen werden als "Außer-Haus-Lesern" (Gewichtung, Leser).

 

Personengewicht
Wertzumessung für unterschiedliche Personengruppen bei Media-Selektions-Läufen. Dabei können soziodemografische, psychologische, Verbrauchs-Daten und andere Quellen zugrunde gelegt werden (Gewichtung).

 

Perzeption
Psychologischer Begriff für "Wahrnehmung" schlechthin, im Gegensatz zur Apperzeption als der bewußten Hinwendung auf das Wahrgenommene. Bei der Beurteilung vonTechniken zur Untersuchung der Werbewirkung ist sehr sorgfältig darauf zu achten, in welchem Bereich sie messen. Nur wenn auch die Perzeption voll mit erfaßt wird, handelt es sich um Techniken, die -wenn auch bedingt -Rückschlüsse auf den Werbeträger möglich machen.

 

Plausibilitätskontrollen
Überprüfen von Ergebnissen auf logische Stimmigkeit; nach der Übertragung von Fragebogenergebnissen auf Datenträger wird z. B. zuerst durch Auswertung festgestellt, ob Ablochungen vorliegen, deren Sachverhalt unerklärlich ist. Gibt eine Person an, eine Zeitschrift noch nie in der Hand gehabt zu haben, taucht aber an anderer Stelle als LpN dieser Zeitschrift auf, muß anhand des Fragebogens dieser Fehler aufgeklärt und bereinigt werden.

 

Polaritäten-Profil
Bildung eines Profils oder Images durch Befragung unter Vorlage von Polaritäten, d. h. Wortpaaren mit gegensätzlicher Bedeutung, u. U. ohne ursächlichen Zusammenhang zum Befragungsgegenstand, deren Grad des Zutreffens vom Befragten auf einer Skala anzugeben ist (Skalen).

 

Polypol
(griechisch: Handel vieler) eine Marktform, bei der auf der Seite des Angebots und der Nachfrage viele relativ kleine Marktteilnehmer vorhanden sind (Monopol, Oligopol).

 

Population
Bevölkerung, auch verwendet als Bezeichnung der Gesamtheit, auf die sich eine Stichprobe bezieht.

 

Post-Test
Untersuchungs-Ansätze, mit denen bereits vollzogene Maßnahmen in bezug auf ihre Wirkung geprüft werden sollen. Im Bereich der Werbemittelforschung stellen z. B. Impactund Wiedererkennungs-Tests solche Verfahren dar (Pre-Test, Werbemittel).

 

Pre-Test
Untersuchungs-Ansätze, mit denen geplante Maßnahmen in bezug auf ihre vermutliche Wirkung geprüft werden sollen. Im Bereich der Werbemittelforschung stellt z. B. der Foldertest ein solches Verfahren dar. Der Begriff Pre-Test wird in der Marktforschung ferner auch für das Vortesten von Fragebogen usw. verwendet (Post-Test, Werbemittel).

 

Premium-Konsum-Medien
Spezialanalyse des Axel Springer Verlages zur Entwicklung der Premium-Produkt-Märkte sowie der entsprechende Wirkungsbeitrag des Einsatzes von Premium-Medien.(Basis: VA 94).

 

Primärforschung
Untersuchung empirischer Sachverhalte durch originale Feldarbeit (Desk Research).

 

Print-Medien
Eigentlich Bezeichnung für alle gedruckten Medien -allgemein werden darunter nur die Presseerzeugnisse Zeitungen und Zeitschriften verstanden.

 

Prime Time

Bezeichnet in der Fernseh-Branche die Hauptsendezeit, in der Regel 20.00 bis 23.00 Uhr.

Access Prime

Bezeichnet in der Fernseh-Branche die Zeitspanne vor Beginn der Hauptsendezeit in der

Regel 17.00 bis 20.00 Uhr.

Late Access Prime

Bezeichnet in der Fernseh-Branche die Zeitspanne in der Regel 23.00 bis 06.00 Uhr.

Day Time

Bezeichnet in der Fernseh-Branche die Zeitspanne in der Regel von 08.00 bis 17.00 Uhr.

Produkt-Mix

Das Spektrum aller Faktoren, die für die verbraucherfreundliche Angebotsgestaltung von

Gewicht sind (Ausstattung, Qualität, Preis etc.). Wichtige Informationen im Media-Briefing

zur Definition des Ziel-Potentials (Marketing-Mix, Distributions-Mix, Kommunikations-Mix).

Produkt-Moment-Korrelation

geht auf Pearson zurück. Korrelationsmaß für Variable, die entweder auf einer Intervall-oder

Verhältnisskala gemessen werden können. Daher anwendbar für Variable, die eine

Verteilung besitzen (Varianz, Skala, Korrelation).

Prognosen

Voraussagen. Fundierte Prognosen können durch Analysen von Vergangenheitswerten,

durch Ermittlung beabsichtigter Verhaltensweisen und durch Befragung von Experten

ermittelt werden. Entsprechend den Prognosehorizonten (kurz-, mittel-, langfristig) werden

univariable oder multivariable Verfahren eingesetzt. Dabei gilt generell, daß mit

wachsendem Prognosehorizont der Prognosesatz (Prognoseformel) komplexer wird

(Gleitender Durchschnitt, Exponential Smoothing).

Projektiver Test

Verfahren zur indirekten Messung von Einstellungen durch Vorzeigen von (standardisierten

psychologischen) Testvorlagen (z. B. Rohrschach-Test, "TAT", Rosenzweig-Test usw.), durch

die Beschreibung von Personen oder Personengruppen

usw. Das wesentliche Kriterium solcher projektiver Verfahren ist, daß der Befragte seine

Einstellungen, Urteile und Vorurteile in solche Testvorlagen hineinlegt, hineinprojiziert und

man auf diesem Wege zu Aufschlüssen über unbewußte oder tabuierte Einstellungen

gelangen kann (Image, Eigenschaftenzuordnung, Motivforschung).

Proportionale Stichprobe

Stichprobe, in der alle Gruppen oder Schichten proportional zu ihrer Größe in der

Grundgesamtheit vertreten sind.

Prozente

Markt-Media-Erhebung des Spiegel-Verlags mit Informationen über Einstellungen, Kauf-und

Konsumverhalten im Getränkebereich.

Psychologische Merkmale

sind diejenigen Merkmale, die Aufschluß über die Persönlichkeitsstruktur der Befragten

geben. Sie sind wichtige Qualitative Merkmale.

Punkt-Vierfelder-Korrelation

Verfahren zur Berechnung der Korrelation von zwei Alternativmerkmalen (ja/ nein).

Punktgruppen-Verfahren

Technik zur Einstufung nach sozialen Schichten durch die Bewertung bestimmter

demografischer Merkmale, z. B. Einkommen, Beruf und Schulbildung. Durch ein

entsprechendes Punktbewertungssystem dieser Merkmale ergibt sich pro Person eine

Bewertungsziffer auf einer Skala nach sozialer Schicht. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt

darin, daß keine zusätzlichen Erhebungspunkte notwendig sind und es ohne Schwierigkeiten

möglich ist, viele Untersuchungen nach gleichen Grundsätzen in bezug auf die soziale Schicht

zu vergleichen.