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MA
Abkürzung für Media-Analyse, häufig auch Kurzbezeichnung für die AG.MA. Bis 1971 sprach man von der LA (AG.MA).

 

Malstaffel
gestaffelter Wiederholungsrabatt bei mehrmaliger Einschaltung von Werbemitteln in den Medien innerhalb eines Abschlußjahres. Die Rabatte der Medien sind sehr unterschiedlich gestaltet (Mengenstaffel).

 

Mapping
Grafische Darstellungsform, um die Positionierung von Markenverwendern zu verdeutlichen.

 

Markenbewußtsein
Charakter und Wirkung einer Marke auf ihre Zielgruppe. Entscheidend ist die bewußte stimmige Einordnung der Bedeutungsinhalte von Namen/Zeichen und Produkt.

 

Markenverwender
Konsumenten einer bestimmten Produktgruppe, die sich beim Kaufentscheid ausschließlich von Markentreue leiten lassen (Markenbekanntheit Markenbewußtsein).

 

Marketing
Englisch = "Machen von Märkten" im weitesten Sinne. Häufig wird zwischen einer älteren und neueren Version des Marketingbegriffs unterschieden. Ältere Version (produktionsorientiertes Konzept). Das Wesen des Marketing besteht danach darin, Güter und Dienstleistungen, die ein Unternehmen erstellt, mit Hilfe von bestimmten absatzpolitischen Maßnahmen an den Verbraucher abzusetzen. Neuere Version (marktorientiertes Konzept). Die Bedürfnisse und Wünsche der Verbraucher sind in den Mittelpunkt der unternehmerischen Entscheidung gerückt. Die Unternehmen sehen ihre Aufgabe in der weitgehenden Bedürfnisbefriedigung. Das Marketing ist danach kein Funktionsbereich der Unternehmung mehr, sondern richtungweisend für den gesamten unternehmerischen Entscheidungsprozeß. Marketing ist das Finden oder Erfinden von Problemen, deren Bewußtmachung sowie das Anbieten von Lösungen unter Erzielung eines Gewinns.

 

Marketing-Mix
Die Kombination aller Marketing-Instrumente, die einer speziellen Marktsituation angemessen sind (Produkt-Mix, Distributions-Mix, Kommunikations-Mix).

 

Marketing-Modelle
dienen der Entscheidungsfindung in Unternehmensfragen. Diese Modelle versuchen alle relevanten Marketingparameter im Hinblick auf ihre Wirkungen und Interaktionen zu analysieren. Das universale, alle Maßnahmen umfassende Modell ist heute noch Zukunftsvision. Gegenwärtig kommen nur Teil-Erklärungs-Modelle zum Einsatz, wie z. B. Media-Selektions-Programme oder Marktmechanik-Simulationen. Vom Modelltyp sind dabei Makro-Modelle, die nur Abhängigkeiten erklären, ohne nach den Ursachen zu fragen, zu unterscheiden von Mikro-Modellen, die durch personenspezifische Informationen zu generellen Erkenntnissen führen und den Erkenntnisprozeß auch nachvollziehbar machen. Makro-Modelle werden auch als Black-Box-Modelle bezeichnet.

 

Marketing-Parameter
Die Marktaktivitäten einer Unternehmung lassen sich nach Gutenberg in 4 Arten von Instrumenten gliedern:
a) Vertriebsmethoden
b) Werbung
c) Preispolitische Maßnahmen
d) Produktgestaltung
In Marketingmodelle gehen diese Maßnahmen als Parameter ein.

 

Markt-Media-Erhebungen
Konsumentenbefragungen, die Informationen zum Verbrauchsverhalten und zur Medianutzung gleichzeitig im Single Source erheben.

 

Marktanalyse
Bezeichnung für die einmalige Untersuchung eines bestimmten Marktes durch die Methoden der (Marktforschung Marktbeobachtung).

 

Marktanteil
Der von einer einzelnen Marke oder Firma erreichte Prozentsatz von der mengen-oder wertmäßigen Gesamtheit einer Branche (Verbraucher-Anteil).

 

Marktforschung
Bezeichnung für alle Bemühungen und Techniken, einen Markt einmalig oder kontinuierlich transparent zu machen. Die im allgemeinen Sprachgebrauch übliche Einschränkung auf empirische Erhebungstechniken ist zu eng, denn auch die systematische Analyse anhand von sekundärstatistischem Material gehört zur Marktforschung (Marktanalyse, Marktbeobachtung, Desk Research, Primärforschung).

 

Marktmechanik
Serie von Analysen der ökonometrischen Marketingforschung im Auftrag von Hörzu. Diese Analysen erklären die Einflüsse verschiedener Marketingparameter auf die Marktanteilsentwicklung für unterschiedliche Produktbereiche.

 

Maßstäbe für Kontaktqualität
Gemeinschaftsprojekt der GWA mit der Axel Springer Verlag AG zur Durchführung von Untersuchungen über die Qualität von Leserkontakten in Werbeträgern (1984 und 1986). Die besondere Bedeutung der Kontaktqualifizierung für die Mediaplanung liegt darin, über die reine Werbeträgerkontaktchance hinaus differenzierte Daten zur Annäherung an den Anzeigenkontakt zu erhalten (Werbemittelkontakt).

 

Master Sample
Grundstichprobe, aus der spezielle Unterstichproben gezogen werden können (Stichprobe).

 

Matched Samples
Stichproben oder Personen aus Stichproben, die bezüglich eines oder mehrerer Merkmale völlig gleichartig zusammengesetzt sind. Im Unterschied zur repräsentativen Auswahl werden also bestimmte Variable konstant gehalten.

 

Matrix
ist in der allgemeinen Form ein Zahlenschema, das aus n Zeilen und m Spalten besteht. Personen und deren Angaben zu vorgegebenen Variablen stellt man gerne in sogenannten Datenmatrizen dar.

 

Maximierung
Etwas so groß wie möglich machen, z. B. bei der Media-Planung die Reichweite oder die Anzahl der Kontakte innerhalb eines Wirkungsbereiches.

 

Media-Analyse
Empirische Datenerhebung zur Untersuchung der Nutzerschaft von Werbeträgern (MA AWA TDW).

Media-Mix
Bedeutet einen Werbeeinsatz in mehreren Mediagattungen. Empirische Befunde konnten die Effizienz von Media-Mix gegenüber monomedialem Einsatz belegen (Marktmechanik).

 

Media-Mix-Planungsprogramm
Für die strategische Planung von Print/TV-Mediamix-Kampagnen bietet MDS, das Mediaplanungs-Dialog-System ein Tool, das eine Aufteilung von Reichweiten und Kontakten nach medialer Herkunft ermöglicht.

 

Media-Selektion
Auswahl von Werbeträgern mit Hilfe von Media-Analysen und Computerauswertungen.

 

Mediabriefing
Kurzfassung aller für die Media-Planung relevanten Fakten. Im wesentlichen sind es Informationen über Hersteller, Produkt, Marktsituation, Werbeetat, Zielsetzungen und Gestaltungskonzeptionen.

 

Mediaforschung
Bezeichnung für alle Bemühungen und Techniken, Wirkung und Eigenheiten der Medien und deren Nutzer zu analysieren. Je nach spezieller Themenstellung kann innerhalb der Medienforschung das Schwergewicht auf der Werbeträger-oder der Werbemittelforschung liegen. Unabhängig davon umfaßt die Mediaforschung auch alle redaktionellen Untersuchungen jenseits werblicher Probleme (Marktforschung, Funktion der Medien, Quantitative und Qualitative Analyse).

 

Mediagattungen
Als klassische Mediagattungen werden Zeitschriften, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen verstanden. Ihrer Funktion entsprechend werden diese Medien auch als Massenmedien bezeichnet. Marktrelevanz als Werbeträger haben weiterhin die Medien Plakat (Außenwerbung) und Filmtheater (lntermedia-Vergleich).

 

Mediakonsumgruppen
Segmentbildung nach dem Merkmal "Nutzungswahrscheinlichkeit": Differenziert
werden Gruppen, die einzelne Medien oder Media-Kombinationen unterschiedlich stark nutzen, z. B. Personen, die nur eine Zeitschrift regelmäßig lesen oder Personen, die regelmäßig viele Zeitschriften lesen. Dieser unterschiedliche Mediakonsum beeinflußt offensichtlich den Effekt werblicher Maßnahmen: Bei Personen mit hohem Mediakonsum ist der Konkurrenzwerbedruck besonders stark, so daß durch eine bestimmte Kontaktmenge vergleichsweise wenig Werbewirkung erzeugt wird.

 

Median
Mittelster Wert, Zentral-Wert, jener Wert, der in einer nach Merkmalsgrößen geordneten Reihe gleich viele Glieder über sich wie unter sich hat.

 

Mediaplanungs-Dialog-System MDS
"Mediaplanungs-Dialog-System MDS" ist ein Software und Media-Daten integrierendes Planungsinstrument. Es ist eine wichtige Entscheidungshilfe für den Mediaplaner, stellt ihm die Ergebnisse von Leserschafts-Untersuchungen sowie die Tarife der Werbeträger bereit, um sie in komfortabler Weise im Dialog zu verknüpfen. Dieses praxisorientierte Mediaplanungs-System bietet auf der Basis bewährter Methoden der Markt-und Mediaforschung ein breit gefächertes Instrumentarium der Zielgruppenbestimmung und Reichweitenanalyse und präsentiert unmittelbar die Kosten-und Wirkungsalternativen für beliebig viele und differenzierte Belegungspläne.

 

Medien-Kontakt-Einheit
Um Kontakte mit Medien untereinander vergleichen zu können, braucht man ein quantitatives Maß, eine Maßeinheit. Dies ist im Bereich der Pressemedien die einzelne Ausgabe. Im Bereich der elektronischen Medien war man bestrebt, eine Werbeträger- Kontakt-Chance zu definieren, die eine bestimmte Relation zur Expositionschance des eingesetzten Werbemittels hat. Man entschied sich für die halbe Stunde beim Hörfunk.

 

Medium
Mittel (plural: media, auch Medien); in der Werbung verwendet für Werbeträger.

 

Mehr-Themen-Umfrage
auch Omnibus-Befragung genannt, ist eine Umfrage, bei der Fragen über verschiedene Themenkreise in einem Fragebogen zusammengefaßt werden. Hauptvorzug einer Mehr-Themen-Umfrage ist die Kostenersparnis. Die Grenzen der Mehr-Themen-Umfrage (meist ca. 2.000 Fälle) liegen in der Größe und Struktur bestimmter Zielgruppen sowie in der Befragungsart und im Befragungsvolumen.

 

Mehrfachleser
Leser, der innerhalb des Erscheinungsintervalls mehr als zwei Titel gelesen hat.

 

Mehrfachnennungen
ergeben sich bei Fragen, auf die mehrere Antworten gegeben werden können. Die Addition der Anzahl aller Antworten kann daher größer sein, als die Zahl der Befragten bzw. bei prozentualer Darstellung 100 Prozent übersteigen.

 

Mehrstufige Auswahl
Technik der Stichproben-Erstellung in mehreren, aufeinanderfolgenden "Stufen" z. B. erst Bundesländer, dann Ortsklassen, dann Stadtteile usw. Zweck solcher mehrstufigen Auswahl ist einerseits, eine nach vorgegebenen Merkmalen errechnete Schichtung der Stichprobe zu sichern und andererseits, die Befragung selbst durch entsprechende Klumpung wirtschaftlich zu machen (Klumpen-Auswahlverfahren).

 

Mengenstaffel
gestaffelter Mengenrabatt, der sich aus dem Gesamtumfang aller in einem Jahr geschalteten Werbemittel ergibt (Malstaffel).

 

Methoden-Experiment
Untersuchung, die im wesentlichen die Überprüfung der Eignung eines Erhebungsverfahrens zum Zweck hat.

 

Millimeter-Preis
Grundpreis zur Berechnung von Anzeigen (meist) bei Zeitungen. Der Gesamtpreis für eine Anzeige ergibt sich aus der Millimeterhöhe * Anzahl der Spalten (in der Breite) *Millimeterpreis.

 

Minimierung
Verkleinerung, etwas so klein wie möglich machen, z. B. die Reichweite in uninteressanten Kontaktgruppen.

 

Mitleser
Personen, die eine Zeitschrift oder Zeitung zwar lesen, sie jedoch nicht selbst bezogen haben (Leser pro Exemplar).

 

Modus
oder häufigster Wert entspricht in einer Verteilung z. B. von Kontakten dem Kontaktbereich bzw. bei erfolgten Zusammenfassungen der Kontaktklasse mit den meisten Fällen.

 

Monomediale Kontakte
Der Werbeeinsatz erfolgt nur in einem Medium (also z. B. nur TV). Derart einseitig ausgelegte Konzepte können eine Minderung der erreichten Kontaktqualität zur Folge haben (multimediale Kontakte Media-Mix).

 

Monopol
(griechisch. der Alleinverkauf) ist die Marktform, bei der auf der Seite des Angebots oder der Nachfrage einer Ware oder auf beiden Seiten (bilaterales Monopol) nur jeweils ein Käufer und/oder ein Verkäufer vorhanden sind (Oligopol, Polypol).

 

Monte-Carlo-Methode
Lösungsverfahren für diejenigen Simulationsmodelle, bei denen Zufallsvariable eine Rolle spielen. Bei Media-Selektions-Modellen wird die Kontaktverteilung oft über Simulation erstellt, weil die analytische Berechnung (Convolution, Auswertungsverfahren) sehr aufwendig ist (Operations Research).

 

Motivforschung
in der Markt-und -Mediaforschung angewandte Technik psychologischer und/oder soziologischer Analyse, die die für eine Handlung, z. B. Kauf eines Produktes, ausschlaggebenden Motive erfaßt. Der Begriff "Motivforschung" ist nicht zuletzt stark mit dem Namen von Dr. Ernest Dichter verbunden, welcher in den fünfziger Jahren die Anwendung psychologischer Methoden in der Marktforschung propagierte (Psychologische Merkmale, Exploration, Gruppendiskussion).

 

Multimediale Kontakte
Die werbliche Ansprache des Zielpotentials erfolgt über verschiedene Medien-Gattungen (z.B. Zeitschriften und TV). Die durch Media-Mix erzielten multimedialen Kontakte erreichen nachweislich höhere Zuwachsraten bei den üblichen Werbewirkungsmaßen (monomediale Kontakte).

 

Multiple Korrelation
Korrelation zwischen einer Variablen und einer Kombination aus mehreren Variablen. Tritt z.B. bei multiplen Regressionsanalysen als Meßgröße für die Güte des Regressionsansatzes auf und gibt Auskunft über den Anteil der erklärten Varianz (Determinationskoeffizient).

 

Multiplikative Gewichtung
Verbindung mehrerer Gewichtungsfaktoren durch Multiplikation. Voraussetzung für eine solche multiplikative Gewichtung von Faktoren ist, daß sie voneinander unabhängig sind (Gewichtung, Unabhängigkeit).

 

Multiplying-Effekt
Positive Wechselwirkung und Transfer-Effekte, die beim Zusammenspiel unterschiedlicher Medien (z. B. Print und TV) im Rahmen einer Mixkampagne eingesetzt werden (Monokontakte).

 

Multivariate Analysen
auch multivariable Analysen genannt, ist der Oberbegriff für alle statistischen Methoden, die der Analyse von Zusammenhängen und funktionalen Abhängigkeiten zwischen mehreren Variablen dienen.