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LAE-Leseranalyse Entscheidungsträger
Im Drei-Jahres-Rhythmus wird in Deutschland ein spezielles Segment der Leserschaften von 23 ausgewählten Zeitschriften und Zeitungen analysiert: die Führungskräfte in Wirtschaft und Verwaltung. Die Ergebnisse dieser Analyse helfen vor allem Mediaplanern bei der Auswahl geeigneter Medien für die Investitionsgüter-, Unternehmens-und Dienstleitungswerbung. Die Ergebnisse der LAE 94 basieren auf 8515 Interviews aus dem Frühjahr 1994 und sind repräsentativ für 1,533 Millionen Führungskräfte in West-und Ostdeutschland.

 

Leitfaden
Fragebogen, der dem Interviewer als Anhaltspunkt für die im Interview zu stellenden Fragen dient, jedoch keine genaue Fragestellung vorschreibt. Leitfaden werden meist bei Explorationen und Gruppendiskussionen verwendet.

 

Leitstudie
Untersuchung, die meist auf einer geringen Anzahl von explorativen Befragungen typischer Zielpersonen basiert und die den Zweck hat, die richtige Einschätzung eines zu klärenden Themenkreises abzusichern, unbekannte Aspekte aufzuspüren und Anregungen für die Gestaltung und Durchführung der Hauptuntersuchung zu erbringen (Exploration).

 

Lernen
Aufnahme und reproduzierbare Speicherung von Informationen (gegebenfalls auch Erfahrungen, Einstellungen, Reaktionen usw.). In der sogenannten "Lerntheorie" beschäftigt sich die Psychologie mit den Gesetzmäßigkeiten des Lernens. Da auch die Aufnahme von Werbebotschaften in gewissem Sinne als "Lernen" aufgefaßt werden kann, sind die Ergebnisse der Lerntheorie, z. B. Einfluß wiederholter Darbietungen auf den Lerneffekt, für die Media-und Werbeforschung von steigender Bedeutung. Hypothesen über die Response-Funktion werden zum Teil aus den Erkenntnissen der Lerntheorie abgeleitet (Kumulation, Apperzeption, Perzeption).

 

Lese-Dauer
Gesamte Zeit, in der eine Person eine Ausgabe einer Zeitschrift liest oder durchblättert, wobei die Zeit mehrerer Lesevorgänge addiert wird. Die Lesedauer ist ein Indikator für die Gründlichkeit des Lesens: Je länger die Lesedauer, desto höher auch die Werbewirkung für Anzeigen (Lesequalität).

 

Lese-Frequenz/Lese-Häufigkeit
a) Anzahl der Ausgaben einer Zeitschrift oder Zeitung, die eine Person im allgemeinen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes liest. Aus den Angaben zur Lesehäufigkeit ergibt sich der kumulative Aufbau einer Leserschaft.
b) Unter Lese-Häufigkeit wird auch die Anzahl der Lesevorgänge verstanden, die ein Leser mit dem Heft innerhalb des Erscheinungsintervalls hat (Häufigkeitsverteilung, Kumulation, Numerische Skala, Verbale Skala).

 

Lese-Intensität
Nutzungs-Intensität, Lesefrequenz.

 

Lese-Ort
Ort, an dem sich ein Lesevorgang vollzieht, z. B. zu Hause, im Verkehrsmittel, im Wartezimmer usw. Es gibt Erkenntnisse, nach denen der Lese-Ort Einfluß auf die Qualität des Lesevorganges hat. Außer-Haus-Leser zeigen im allgemeinen nur wenig Werbewirkung, weil die Lesezeiten nur kurz sind -Zu-Hause-Leser lassen sich mehr Zeit und lesen gründlicher, so daß der Werbeerfolg bei diesen Lesern höher zu veranschlagen ist (Lesequalität).

 

Lese-Tage
Zahl der Tage mit Lesevorgängen innerhalb des Erscheinungintervalls einer Zeitschrift, also Tage, an denen ein Leser ein Exemplar einer Zeitschrift durchblättert oder liest. In der MA werden die Lesetage wegen methodischer Probleme nicht mehr erhoben.

 

Lese-Wahrscheinlichkeit
ist die für jeden Befragten errechnete Wahrscheinlichkeit, daß es zu einem/mehreren Lesevorgängen mit einer/mehreren Zeitschriften/Zeitungen kommt. Sie ist also enger gefaßt als der Begriff Nutzungs-Wahrscheinlichkeit (Kontakt-Wahrscheinlichkeit).

 

Leseklima
Diese Studie untersucht die Ursachen für unterschiedliche Lesequalitäten -das Leseklima.

 

Lesequalität
Der Einfluß von Lesesituationen und Lesezeit auf die Kommunikationswirkung von Zeitschriften.

 

Leser
im Sinne der Leserschaftsforschung ist derjenige, der ein Exemplar einer Zeitschrift oder Zeitung ganz oder teilweise gelesen oder durchgeblättert hat. Das Betrachten allein des Titelbildes reicht nicht aus.

 

Leser pro Ausgabe (LpA)
bezeichnet die Leserschaft einer durchschnittlichen Ausgabe einer Zeitschrift. Im Gegensatz zum erhobenen Leser pro Nummer (LpN) wird der LpA jedoch aufgrund der Nutzungswahrscheinlichkeit und der LpN-Information errechnet (Justierung).

 

Leser pro Exemplar (LpE)
Anzahl der Personen, die das gleiche Exemplar einer Zeitung oder Zeitschrift lesen. Der Leser pro Exemplar wird nicht direkt erhoben, sondern ist eine rechnerische Größe und ergibt sich aus: Leser pro Ausgabe dividiert durch die verbreitete Inlands-Auflage.

 

Leser pro Nummer (LpN)
Gesamtzahl der Personen, welche eine durchschnittliche Ausgabe einer Zeitschrift lesen oder durchblättern. Damit ist rein quantitativ die Chance definiert, daß Werbung in einer Ausgabe einer Zeitschrift Kontakte einsammelt. Der "Leser pro Nummer" wird ermittelt durch die Feststellung des letzten Lesevorgangs (IPA-Fragestellung). Der "Leser pro Nummer" gibt keine Auskunft darüber, ob es während des Erscheinungsintervalls zu einem oder mehreren Lesevorgängen kommt (Leser pro Exemplar).

 

Leser pro Seite (LpS)
Der Leser pro Seite errechnet sich aus der Werbeträgerreichweite, die mit der Seitennutzungswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Das heißt, ein Leser, der zwar ein Heft durchgeblättert hat, aber dabei nur jede zweite Seite aufgeschlagen hat, zählt rechnerisch als ein halber Seitenleser (Werbemittelkontakt).

 

Leser pro werbungführende Seite (LpwS)
Unter der Leserschaft pro werbungführender Seite wird die Anzahl von Personen verstanden, die eine durchschnittliche werbungführende Seite in einer durchschnittlichen Ausgabe eines Werbeträgers gesehen haben. Eine Seite gilt als werbungführend, wenn mindestens 25% ihrer Fläche mit Werbung gefüllt ist, wobei Rubrikenanzeigen in Zeitungen unberücksichtigt bleiben. Der LpwS wird durch aufwendige Beobachtungsexperimente gestützt.

 

Leser-Blatt-Bindung
Begriff zur Definition, wie stark die Leser sich mit ihrem Blatt verbunden fühlen und identifizieren. Die Leser-Blatt-Bindung (LBB) kann aus verschiedenen Indikatoren abgeleitet werden, z. B. aus der Regelmäßigkeit des Lesens, mit Hilfe einer Verzichtsrangfolge oder aus der Antwort auf die Frage, wie gern ein Blatt gelesen wird (Skalenvorgabe: lese sehr gern, lese gern, lese nicht so gern usw.) (Qualitatives Merkmal).

 

Leser-Kategorie
(A+ E-Leser LZ-Leser Exclusiv-Leser)

 

Leserschaftsgruppen
Die Leserschaft eines Titels läßt sich aufgrund der errechneten Lesewahrscheinlichkeiten der einzelnen Befragten in einzelne Leserschaftsgruppen aufteilen. Die MA unterscheidet:
1. "Ganz seltene Leser" mit einer Lesewahrscheinlichkeit von 0,01 -0,24.
2. "Seltene Leser" mit einer Lesewahrscheinlichkeit von 0,25 -0,41.
3. "Gelegentliche Leser" mit einer Lesewahrscheinlichkeit von 0,42 -0,58.
4. "Häufige Leser" mit einer Lesewahrscheinlichkeit von 0,59 -0,82.
5. "Kernleser" mit einer Lesewahrscheinlichkeit von 0,83 -1,00.

 

Lesezirkel
Bis zu 10 Zeitschriften-Exemplare in Schutzumschlägen werden Abonnenten wöchentlich gegen Entgeld ausgeliehen. Diese Lesemappen dienen als Werbeträger für Aufkleber, Beihefter und Beilagen. Die Laufzeit der Mappen kann bis zu 12 Wochen dauern (LZ-Leser).

 

Life Style Research
verbindet quantitative und qualitative Erhebungsmerkmale der Befragten, quantitative Merkmale: Konsumverhalten sozio-demografische Merkmale: Medianutzung qualitative Merkmale: Activities (Aktivitäten) . Interests (Interessen) . Opinions (Meinungen, Ansichten). Neu am Life-Style-Konzept war die Single-Source-Erhebung dieser Informationen.

 

Linear Programming
ist ein spezielles Optimierungsverfahren des Operations Research, mit dessen Hilfe unter Beachtung von Restriktionen eine vorgegebene Zielfunktion maximiert oder minimiert wird (Maximierung, Minimierung). Im allgemeinen handelt es sich darum, eine Anzahl von Vorgängen, die untereinander durch lineare Relationen verbunden sind, in "bestmöglicher" Weise zu planen, z. B. mit geringsten Kosten ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Aufgrund der komplexen Probleme in der Media-Selektion kann L.P. nicht oder nur sehr selten verwendet werden (Optimierung, Non-Linear-Programming).

 

Logische Operationen
nennt man die Gruppe von Operationen, bei der Daten miteinander verglichen oder verknüpft werden.

 

LZ-Leser
sind Leser pro Ausgabe, bei denen der angegebene Lesevorgang mit einem Exemplar der betreffenden Zeitschrift stattfand, das aus einer Lesemappe stammt. Da diese Lesemappen bis zu zwölfmal weiterverliehen werden, muß damit gerechnet werden, daß die LZ-Leser einer Zeitschrift z.T. erst 12 Wochen nach dem Erscheinen erreicht werden (A + E-Leser, Lesezirkel). Siehe auch: Die Dimension Zeit in der Mediaplanung.