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Gatefold-Anzeigen
bezeichnen ausklappbare Anzeigenseiten. An zwei Seiten ausklappbare Doppelseiten werden Altarfalz genannt. Solche Anzeigen sind nicht im Standard-Angebot der Verlage zu finden und müssen bedarfsweise extra kalkuliert werden.

 

Gauß'sche Verteilung
(nach Carl Friedrich Gauß) Normal-Verteilung.

 

Gemeindegröße
Die Bevölkerungsstatistik unterscheidet nach politischen Gemeindegrößen und Gemeindegrößen nach Boustedt, bei denen Verstädterungszonen zusammengeführt werden.

 

General-Interest-Titel
Gruppenbezeichnung bei Publikumszeitschriften Zeitschriftengattungen.

 

Geografischer Split
Bei der Anzeigenbelegung der Gesamtauflage einer Publikation können in unterschiedlichen Regionen von einem Inserenten verschiedene Sujets geschaltet werden. Die einfachste Form wäre ein Nord-Süd-Split bis hin zum Split aller Nielsengebiete einzeln.

 

Geometrisches Mittel
ist eine bestimmte Art, aus mehreren Zahlen einen Durchschnitt zu bilden. Man multipliziert die Zahlen und zieht daraus die Wurzel entsprechend der Anzahl der Zahlen.

 

Geschichtete Stichprobe
Die Grundgesamtheit wird in Teile (Schichten) zerlegt, aus denen dann jeweils eine Stichprobe gezogen wird. Dadurch erhält man eine bessere Repräsentation der Gesamtheit. Festzulegen sind jeweils:
· Anzahl der Schichten
· Stichprobenumfang
· Aufteilung der Stichprobe auf die Schichten Hilfsmittel dazu stellt die Wahrscheinlichkeitstheorie bereit (repräsentativ).

 

Gewichtung
ist eine Rechenoperation mit dem Ziel einer Bewertung von Elementen oder Teilgruppen. Um z. B in Stichproben auftretende Verzerrungen zur Grundgesamtheit richtigzustellen, werden einzelne Personensegmente ihrer Bedeutung entsprechend gewichtet (Redressment). Weiterhin hat die Gewichtung ihre Bedeutung in der Mediaplanung. Bei der Media-Selektion erhalten Personen, Medien und Kontaktdosierung ihrer Bedeutung entsprechend Gewichtungsfaktoren, die im Evaluierungsprozeß verrechnet werden (Personengewichtung, Kontaktbewertung, Media-Selektions-Modelle).

 

Gewogener Durchschnitt
In der Regel nur beim arithmetischen Mittel gebräuchlich. Hierbei bekommt jede Zahl ein Gewicht, und es wird statt durch die Summe der Zahlen durch die Summe der Gewichte dividiert.

 

Gleichverteilung
bezeichnet die völlig gleichmäßige Verteilung von Merkmalsausprägungen in einer Grundgesamtheit, d. h., jede Ausprägung besitzt dieselbe Wahrscheinlichkeit.

 

Gleitender Durchschnitt
Bestimmte Form der Durchschnittsbildung einer beliebigen Zahlenreihe. Dabei wird aus einer fest vorgegebenen ungeraden Anzahl aufeinanderfolgender Werte (z. B. 3) das arithmetische Mittel gebildet und sukzessive vorgegangen. D. h., man startet mit den Werten Xl, X2, X3 und bildet den ersten Durchschnitt. Dann wird x1 gestrichen und x4, zugefügt, so daß der zweite Durchschnitt aus X2, X3, X4 errechnet wird, usw. Gleitende Durchschnittsbildung ist das älteste Verfahren der Trendanalyse einer Zeitreihe.

 

Grenznutzen
Übertragung eines Begriffs der Nationalökonomie auf die Media-Selektion: Verhältnis der Wirkungsveränderung zur entsprechenden Kostenveränderung. Da die Grenznutzen unter der Voraussetzung ständig ansteigender Kontaktbewertungskurven beim Einsatz beliebiger Medien mit wachsender Budgethöhe abnehmen, spricht man genau entsprechend der nationalökonomischen Theorie vom Gesetz abnehmender Grenznutzen.

 

GRP (Gross Rating Point)
bezeichnet die Brutto-Reichweite in Prozent. Eine Definition, die versucht, diesem Maß mehr Sinngehalt zu geben, lautet: GRP ist der Anteil aller erreichten Personen multipliziert mit der durchschnittlichen Ansprachehäufigkeit (Durchschnittskontakt). Das ist aber rechnerisch nichts anderes als Brutto-Reichweite in %. Eine Division der GRPs durch 100 führt zu einem Durchschnittskontakt, der sich dann allerdings nicht auf alle erreichten, sondern auf alle vorhandenen Personen der Zielgruppe bezieht. GRPs sind also ein sehr grobes Maß zur Beurteilung von Mediaplänen.

 

Grundauszählung
Diese Auswertung, auch 80-Spalten-Zählung genannt, wird erstellt aus dem gesamten Datenbestand einer Untersuchung. Sie gibt erste Informationen über Ergebnisse einer Studie und bildet die Grundlage zur Erstellung weiterer Detailauswertungen.

 

Grundgesamtheit
Gesamtheit aller Personen, welche durch die Stichprobe einer Untersuchung repräsentiert werden, also z. B. "Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren", "Personen zwischen 14 und 70 Jahren" usw. Für die Erstellung einer Stichprobe ist die exakte Definition und Abgrenzung der angezielten Gesamtheit entscheidend. Die Grundgesamtheit ist dementsprechend auch bei den Informationen über die Stichprobe zu definieren. Im allgemeinen marktforscherischen Sprachgebrauch wird diese Bezeichnung gelegentlich auch für alle in einer Untersuchung selbst vorhandenen Fälle verwendet, also praktisch für die Grundgesamtheit innerhalb einer Stichprobe (Auswahlverfahren).

 

Gruppendiskussion
Technik der psychologischen und soziologischen Erhebung, bei der anhand eines entsprechenden Leitfadens eine freie Diskussion mit einer Gruppe von Personen durchgeführt wird. Die Stärke der Gruppendiskussion liegt in der Analyse von sozialen Urteilen und Vorurteilen, Stereotypen usw. Sie wird daher auch oft bei Leitstudien verwendet.

 

Gutenberg, Erich
Mitbegründer der klassischen Betriebswirtschaftslehre. Verfasser des Buches: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre.

 

Guttman-Skala
(benannt nach dem Amerikaner Louis Guttman) ist eine Technik der Skalierung, bei der dem Befragten eine Reihe von Fragen (Statements) abgestuften Schwierigkeitsgrades vorgelegt werden. Die Skala ergibt sich erst in der Auswertung und zwar in Abhängigkeit davon, wie viele Fragen welchen Schwierigkeitsgrades er im Sinne des Untersuchungszieles "richtig" beantwortet hat. Die Entwicklung solcher Fragen setzt entsprechende Vorversuche zur "Eichung" voraus. Der Vorteil der Guttman-Skala liegt darin, daß sie im Interview ein einfaches und nteressantes Instrument darstellt und der Befragte subjektiv die Skala gar nicht übersehen kann, während andererseits die Auswertung die Möglichkeit besonders feiner Skalen-Abstufungen bietet. Verwendet wird sie z. B. bei der Messung der Intensität sozialer Einstellungen (Skalen).

 

GWA
Gesamtverband Werbeagenturen ist ein Zusammenschluß einer Vielzahl von Full-Service-Agenturen mit Marktgeltung in der Bundesrepublik.