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Faktorenanalyse
ist ein Verfahren der Multivariaten Statistik, um eine Reihe von Angaben (z. B. Aussagen von Befragten oder beobachtete Tatbestände) auf übergeordnete, voneinander unabhängige Eigenschaften zurückzuführen, gleichzeitig in dem Bestreben, die Zahl der Merkmale, die die Befragten beschreiben, zu verringern. Mit Hilfe von Faktorenanalysen kann man z. B. das Problem angehen, welche Faktoren für die Werbewirkung ausschlaggebend sind. Faktorenanalysen lassen sich in einem Koordinatensystem darstellen (Korrelations-Koeffizient, Korrelation, Multivariate, Analysen, Unabhängigkeit).

 

Faktorielle Versuchsanordnung
Komplexer Versuchsplan, der den Einfluß mehrerer Variablen (Faktoren) und zugleich deren Wechselwirkung festzustellen ermöglicht. Im Prinzip wird eine Matrix zugrunde gelegt, die alle Klassen der verschiedenen Faktoren untereinander kombiniert. Pro Kombination werden meist mehrere Messungen durchgeführt; die Auswertung erfolgt mittels -> Varianzanalyse.

 

Fallstudie
Untersuchung, die nicht allgemeine Gesetzmäßigkeiten aufdecken soll, sondern Befunde für einen einzelnen Fall liefert. Z. B. werden nicht generelle Gesetzmäßigkeiten zur Werbewirkung geklärt, sondern nur die einer einzelnen Kampagne.

 

Fallzahl
Zahl der Interviews, die in einer Stichprobe enthalten sind.

 

Falsifikation
Beweis der Unrichtigkeit einer Aussage, die allgemeine Gültigkeit beansprucht (Verifikation).

 

Fehlerberechnung
Bei allen Stichproben ergeben sich Abweichungen zwischen den in der Gesamtheit vorhandenen und in der Stichprobe ermittelten Zahlenverhältnissen. Das Ausmaß, in welchem die Ergebnisse der Stichprobe gegenüber der Realität schwanken können, ist abhängig vom Stichprobenverfahren, von der Größe der Stichprobe und von dem ermittelten Zahlenwert. Durch entsprechende Formeln zur Fehlerberechnung kann man bei Randomstichproben über die Standardabweichung den Vertrauensbereich errechnen (Schwankungsbreite der Ergebnisse).

 

Fehlstreuung
bezeichnet die realisierten Medienkontakte, die keine Werbewirkung erzielen. Das sind einerseits Kontakte bei Personen, die nicht der Zielgruppe angehören, andererseits Kontakte, die zwar Zielpersonen erreichen, diese aber nicht häufig oder intensiv genug ansprechen, um Wirkung zu erzielen, bzw. häufiger ansprechen als notwendig wäre (Unter-, Überstreuung). Fehlkontakte sind nie völlig zu vermeiden. Effizientes Planungsziel ist die Optimierung der "Streuung", also der wirksamen Reichweiten unter Berücksichtigung der dazu erforderlichen Kosten.

 

Feldarbeit
bezeichnet die Beobachtung und/oder Befragungsarbeit mit den Zielpersonen einer Untersuchung. Die Feldarbeit ist also im wesentlichen die lnterviewer-Tätigkeit draußen (im Feld) bei den Befragten (Fragebogen, Interview).

 

Fernsehen
Nach dem aktuellen Stand stehen der Planung die Angebote von 86 werbeführenden TVKanälen zur Verfügung. 16 davon können national, 53 regional und 17 nur lokal empfangen werden (TV-Spot-Preisliste). Seher pro Sendetag

 

Filterfrage
im Rahmen eines Interviews dient zur Feststellung eines Tatbestandes, der auf den Verlauf des weiteren Interviews Einfluß hat. Zweck der Filterfrage ist es, bei entsprechender Beantwortung auf weitere Fragen zum jeweiligen Untersuchungskomplex zu verzichten, da diese ihren Sinn verloren hätten. Z. B. wird vor der Frage, welche Benzinmarke oder welches Motorenöl verwendet wird, die Filterfrage gestellt, ob dem Befragten ein Kraftfahrzeug zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, so entfällt die Frage nach Benzin-und Ölmarke.

 

Flächen-Stichprobe
Stichprobe, bei der eine oder mehrere Teilflächen von der Gesamtfläche eines Erhebungsgebietes, z. B. des Bundesgebietes, nach einem reinen Zufallsverfahren als repräsentative Befragungsräume ausgewählt werden. Innerhalb dieser Teilgebiete werden dann, ebenfalls nach dem Zufallsverfahren, die zu befragenden Personen bestimmt. In der Bundesrepublik werden Flächen-Stichproben vorwiegend mit Hilfe der Wahlbezirkseinteilung gezogen.

 

Fluktuation
z. B. von Leserschaften bezeichnet die personenmäßige Veränderung innerhalb der Gesamtleserschaften, ohne daß sich die Gesamtzahl der Leser ändern müßte. Sie entsteht durch das unterschiedliche Leseverhalten bezüglich der Regelmäßigkeit des Lesens. Die Fluktuation innerhalb der Leserschaft einer Zeitschrift ist um so größer, je höher der Anteil gelegentlicher Leser ist und beeinflußt stärker die kumulative Reichweite.

 

Foldertest
Spezielle Form des Anzeigen-Tests, in dem Anzeigen oder Anzeigen-Entwürfe in einer (evtl. zusätzlich mit "redaktionellem Stoff" aufgefüllten) Mappe vorgeblättert und danach Fragen zu diesen Anzeigen oder den darin vorgestellten Produkten gestellt werden. Die Grenzen dieses Verfahrens liegen in der mehr bis minder "künstlichen" Form der Begegnung mit der Werbung -die Vorteile darin, daß das Verfahren schnell und einfach zu handhaben ist und bei entsprechender Erfahrung besonders Hinweise für die Gestaltung der Anzeigen geben kann. Daher ist der Folder-Test auch besonders für den Pretest von Anzeigen geeignet (Werbewirkung).

 

Forecasting
"Voraussage", "Prognose".

 

Freiheitsgrad
Begriff der mathematischen Statistik, gibt die Zahl der voneinander unabhängigen Beobachtungen an, was gerade für die Prüfung von Testgrößen (t-Test, F-Test usw.)wesentlich ist.

 

Frequenz-Skala
Lesefrequenz, Numerische Skala, Verbale Skala.

 

Funktion
auch Abbildung, ist die eindeutige Zuordnung von Werten der sogenannten unabhängigen Variablen zu den Werten der sogenannten abhängigen Variablen. Funktionen lassen sich oft als Gleichungen darstellen.

 

Fusion von Stichproben
Zusammenfügen von zwei oder mehreren Stichproben zu einer "neuen" Gesamtheit, welche es möglich macht, die unabhängig voneinander erhobenen Daten unmittelbar durch Zählungen, z. B. Kreuzauswertungen, miteinander in Beziehung zu setzen. Grundlage solcher Fusion ist die Hypothese, daß repräsentative Stichproben "austauschbar" sind. Es ist also möglich, die Eigenschaften von zwei in der demografischen Struktur und bestimmten anderen Merkmalen gleichen Personen aus verschiedenen Stichproben zusammenzuführen. Die Technik der Fusion besteht darin, die Ergebnisse jedes einzelnen Interviews einer ersten Umfrage einem Interview zuzuordnen, das in einer zweiten Stichprobe mit einer Person stattgefunden hat, deren demografische Merkmale mit denen des Interviewten in der ersten Stichprobe weitgehend übereinstimmen (Datenbank, Segmentation).