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E.S.O.M.A.R.
"European Society for Opinion and Marketing Research" oder "Europäische Gesellschaft für Meinungs-und Marketing-Forschung" wurde im September 1948 gegründet. Ziele der Gesellschaft sind die Herstellung von Kontakten zwischen Markt- und Meinungsforschern in Europa, die Förderung der beruflichen Interessen dieses Personenkreises, das Anstreben eines hohen technisch-methodischen Niveaus sowie die Förderung des Verständnisses für Meinungs-und Marketingforschung in der europäischen Öffentlichkeit.

 

Effizienz
Generell: Wirksamkeit, auch Power, Teststärke genannt. Ist die Leistungsfähigkeit eines statistischen Tests zur Prüfung der Nullhypothese.

 

Eigenschaftszuordnung
Bei repräsentativen, psychologischen Erhebungen angewandtes Verfahren der gelenkten Assoziation. Dem Befragten werden bestimmte Eigenschaften vorgegeben (verbal, z. T. auch in optischer Form, z. B. Personenabbildungen), die er dann Medien, Produkten, Marken usw. zuordnen soll, gegebenfalls noch abgestuft nach der Intensität, in welcher solche Eigenschaften zutreffen. Dieses Verfahren vereinfacht für den Befragten die Meinungsäußerung und erleichtert die Quantifizierung der Ergebnisse. Das Arbeiten mit solchen Eigenschaftslisten und ähnlichen Vorgaben setzt allerdings voraus, daß diese vorher sorgfältig in Explorationen auf ihre Bedeutung und Zuordnungsfähigkeit getestet wurden (lmage, Polaritätenprofil).

 

Einstellungsmessungen
Ermittlung von Ansichten oder Einstellungen, meist mit Hilfe von Skalen und vorgegebenen Statements, die bestimmte Behauptungen oder Ansichten enthalten. Die Befragten können den Aussagen zustimmen, die ihrer Meinung entsprechen, und den Grad der Zustimmung mit Hilfe von verbalen oder numerischen Skalen ausdrücken (Werbeerfolgskontrolle).

 

Einzelverkaufsauflage
Exemplare einer Zeitung oder Zeitschrift, die über den Einzelhandel abgesetzt werden, z. B. in Supermärkten, in Buchhandlungen, am Kiosk oder durch ambulanten Handel (Auflage).

 

Elektronische Medien
Bezeichnung für Hörfunk und Fernsehen, BTX usw.

 

Empirische Wissenschaft
Erfahrungswissenschaft; dieser Wissenschaftszweig leitet alle Erkenntnisse aus Beobachtungen, Experimenten und Messungen ab, die ständig an der Realität kontrolliert werden müssen. Markt-und Mediaforschung arbeiten nach diesem Prinzip.

 

Entropie
Speziell gilt der Begriff in der Informationstherorie als Bezeichnung für den mittleren Informationsgehalt der Zeichen eines bestimmten Zeichenvorrates. Die Entropie sagt, mit welchem Aufwand an Zeichen eine Nachricht übertragen werden kann (Information).

 

Erhebung
In der Statistik die systematische Untersuchung, Auszählung oder Beobachtung einer Gesamtheit oder Stichprobe von Elementen. Sie soll die Häufigkeit, Intensität und Korrelation von bestimmten Merkmalen dieser Elemente feststellen. Man unterscheidet:
1. Vollerhebung
2. Teilerhebung (Repräsentativerhebung)
3. Primärerhebung
4. Sekundärerhebung
5. Strukturerhebung
6. laufende Erhebung

 

Erhebungseinheiten
In der Statistik die einer statistischen Masse zugrunde liegenden, genau definierten Elemente, über die Aussagen gemacht werden sollen, z. B. männliche Personen, Handwerksbetriebe etc.

 

Erhebungsmerkmale
In der Statistik bestimmte Eigenschaften der Erhebungsobjekte, die im Rahmen einer Erhebung registriert und gezählt werden.

 

Erhebungsobjekt
In der Statistik die eindeutig nach Umfang und Inhalt definierte statistische Masse, die bei einer Erhebung berücksichtigt werden soll.

 

Erhebungszeitpunkt
In der Statistik die genau bestimmte Zeitspanne (Stichtag, Woche, Monat), in der eine Erhebung erfolgt.

 

Erinnerungshilfe
Passiver Bekanntheitsgrad.

 

Erklärte Varianz
Anteil der Varianz, der durch die Analyse von Zusammenhängen bein Zufallsvariablen aufgeklärt werden kann. Die erklärte Varianz ist somit eine wesentliche Meßgröße bei den Multivariaten Analysen.

 

Ermäßigte Grundpreise
Der offizielle Anzeigenbruttopreis kann für bestimmte Anzeigenarten Ermäßigung finden (z. B. Stellenanzeigen, Finanzanzeigen etc.). Die ermäßigten Grundpreise sind den Anzeigenpreislisten zu entnehmen.

 

Erscheinungsintervall
Zeitraum zwischen dem Erscheinen zweier Ausgaben einer regelmäßig erscheinenden Publikation. Das E. beträgt bei Tageszeitungen meist einen Tag, bei Zeitschriften in der Regel eine Woche, zwei Wochen oder einen Monat.

 

Erst-Mappen
sind diejenigen Mappen eines Lesezirkels, die in der Woche des Erscheinens der entsprechenden Zeitschriften an die Bezieher des Lesezirkels ausgegeben werden.

 

Etat
Er bezeichnet die finanziellen Mittel, die in einem bestimmten Zeitraum für eine Werbekampagne zur Verfügung stehen. In der Regel entfällt der weitaus größte Teil des gesamten Werbeetats auf den Medieneinsatz; dieser Anteil wird als Streu-Etat bezeichnet (Etat-Swing).

 

Evaluation
Evaluierung = "Auswertung", "Berechnung", "Bewertung" (Evaluierungs-Programme).

 

Evaluierungs-Programme
Media-Selektions-Programme, die zur Bewertung alternativer Streupläne eingesetzt werden. Sie gestatten eine Beschreibung der Zielpersonen, der Medien und der Kontaktdosisanforderung mittels Gewichtung. Diese Programme können eine Vielzahl von Entscheidungskriterien liefern bis hin zu kompletten Gesamtwerten für die Wirkung von Plänen -damit kann eine Entscheidungsfindung wesentlich erleichtert werden.

 

Exklusivleser
sind Leser einer Zeitschrift, die innerhalb der betreffenden Leserkategorie nur diese eine Zeitschrift und keine andere aus einer gegebenen Anzahl lesen. A + E-Exklusivleser sind Personen, die gegenüber einer vorgegebenen Auswahl nur diese eine Zeitschrift als A + ELeser lesen. Möglicherweise lesen sie eine andere als LZ-Leser. Für den LZ-Leser gilt das Entsprechende. Daraus ergibt sich, daß die Summe der A + E-und LZ-Exklusiv-Leser größer ist als die Anzahl der Exklusiv-Leser beim Leser pro Nummer.

 

Experiment
ist ein methodisch angelegter Versuch in Wissenschaft und Forschung, um den Einfluß einer oder einer Serie von Einflußgrößen zu ermitteln. Während bei systematischer Beobachtung nur Korrelationen festgestellt werden können, ermöglicht das Experiment das Erkennen von Zusammenhängen zwischen Ursache und Wirkung.

 

Exploration
Psychologische Befragungsmethode, bei der der Interviewer den Befragten durch eine bestimmte Technik der Fragestellung zu weitgehend freier Meinungsäußerung veranlaßt und sich im Gespräch soweit wie möglich zurückhält, dieses aber unmerklich steuert. Das Verfahren entstammt der klinischen Psychologie. Explorationen dienen meistens zur Ermittlung von Reaktionen, Verhaltensweisen und Meinungen, die durch direkte Befragung nicht zu klären sind, z. B. nicht bewußte, verdrängte Motive.

 

Exponent
Auch Hochzahl genannt. Er drückt den nichtlinearen Effekt einer Einflußgröße aus. Dabei weisen Exponenten, die größer als 1 sind, auf einen überproportionalen Effekt hin, unter 1 entsprechend auf unterproportionale, also Sättigungseffekte. In einer Gleichung y = a0,5 ist die Zahl 0,5 der Exponent.

 

Exponential Smoothing
= "exponentielle Glättung". Spezielles Verfahren der Durchschnittsbildung bei Zeitreihen. Dabei gehen die aktuellen Werte (exponentiell) höher gewichtet in den Durchschnitt ein als weiter zurückliegende. Aufgrund vieler positiver Eigenschaften bedienen sich moderne Verfahren zur Erstellung kurzfristiger Prognosen dieses Ansatzes.

 

Externe Überschneidung
Überschneidung der Nutzerschaften zweier oder mehrerer Medien. Zur Ermittlung der Netto-Reichweiten von Plänen, also der erreichten Personen, dürfen daher die Nutzer mehrerer Medien gleichzeitig nur einmal in die Berechnung eingehen. Solche Berechnungen sind im allgemeinen nur durch Computer zu bewältigen.

 

Extrapolation
Hypothetisches Fortführen von Datenreihen über die bekannten Istwerte hinaus. Dazu werden grundlegende Komponenten wie Mittelwert, Trend herangezogen. Extrapolationen sind immer dann effektiv, wenn eine gewisse Regelmäßigkeit im Beobachtungsmaterial vorliegt.