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Datenanpassung
Unter Anpassung wird ein Verfahren verstanden, mit dem Mediadaten irgendeiner Erhebung den Ergebnissen der Media-Analyse der AG.MA als verbindliche Einheit angeglichen werden. Im Prinzip gleicht dieser Vorgang der Justierung. Der Unterschied besteht darin, daß "MAfremde" Nutzungswahrscheinlichkeiten dem LpN angeglichen werden.

 

Demografische Merkmale
beschreiben bestimmte Eigenschaften von Personen, meist solche sozialer und wirtschaftlicher Art. Die demografischen Merkmale dienen, soweit sie aus der amtlichen Statistik bekannt sind, zur Bildung repräsentativer Stichproben mit Hilfe des Quoten- Verfahrens. Für die Mediaselektion liefern sie wichtige Aufgliederungsmerkmale z. B. über Geschlecht, Alter, Einkommen, Ortsgröße usw. (Quota-Stichprobe Analyse).

 

Design
Die Marktforschung versteht unter Design einen experimentellen Versuchsplan oder eine Versuchsanordnung, um die Wirksamkeit bestimmter Variablen oder Faktoren zu testen. Ein optimales Design kann nicht nur den Einfluß mehrerer Faktoren, sondern auch alle Wechselwirkungen durch ein einziges Experiment überprüfen, und zwar mittels Varianzanalyse (Faktorielle Versuchsanordnung).

 

Desk Research
("Schreibtisch-Marktforschung"). Untersuchung empirischer Sachverhalte durch Analyse schon vorhandenen Datenmaterials. Im Unterschied zur Primärforschung wird keine Feldarbeit durchgeführt, sondern es wird auf Daten zurückgegriffen, die für ähnliche oder andere Zwecke bereits erhoben worden sind. Die Informationen werden unter den speziellen Aspekten der Fragestellung neu aufbereitet. In diesem Sinne spricht man auch von Sekundärforschung bzw. sekundärstatistischer Auswertung.

 

Determinationskoeffizient
ist das Quadrat des Korrelationskoeffizienten und gibt den Prozentsatz der Erklärten Varianz an (Regressionsanalyse).

 

Deterministisch
Ein Modell heißt deterministisch, wenn eine eindeutige Beziehung zwischen Eingabedaten und Ausgabedaten besteht (stochastisch).

 

Diskriminanz-Analyse
auch Trennverfahren genannt, gehört zu den multivariaten Verfahren der Statistik. Mittels der D. lassen sich verschiedene Gesamtheiten trennen und fragliche Elemente der Gesamtheit zuordnen (z. B. Leser zu Zeitschriften-Leserschaften). Dazu müssen Merkmale der Elemente erfaßt (etwa Eigenschaften der Leser) und eine Trennformel errechnet werden.

 

Disproportionale Stichprobe
Technik, beim Ziehen eines Subsamples bei Computerläufen mit Media-Selektions-Programmen diese Unterstichprobe nicht schematisch, sondern unter Berücksichtigung der Gewichtsvorgabe (Personen-Gewichte) zu ziehen. Aus den Personengruppen, die ein hohes Gewicht haben, werden proportional mehr, aus denen mit niedrigerem Gewicht proportional weniger Fälle für das Subsample gezogen. Durch dieses Verfahren ist die Reduktion des Samples für die problemrelevanteren Gruppen geringer (Media-Selektions-Modell).

 

Distribution
ist die Verteilung der Ware, d. h. Überbrückung der räumlichen und zeitlichen Distanz zwischen Produktion und Konsum.

 

Distributions-Mix
Dieser Begriff umfaßt alle marktpolitischen Gegebenheiten (Logistik, Absatzkanäle, Konditionen, Warenplacierung etc.), die sich auf die Präsenz eines Produktes am point of sale und die dahin führenden Wege bezieht. Wichtige Information für die Mediaplanung, weil kommunikative Aktivitäten mit der distributiven Realität abgestimmt sein müssen (Marketing-Mix, Produkt-Mix, Kommunikations-Mix).

 

Doppelleser
Zeitschriften-bzw. Zeitungsleser, die zusätzlich eine andere Zeitschrift/Zeitung innerhalb derselben Leserkategorie lesen. Entsprechend sind Mehrfachleser von mehr als zwei Zeitschriften/Zeitungen innerhalb der gleichen Leserkategorie (Exklusivleser).

 

Doppelseitenkontakte
Kontakte pro Doppelseite, Seitenkontakt.

 

Durchschnittskontakte
Durchschnittliche Anzahl der Kontakte mit einem Werbeträger (oder einer Werbeträger- Kombination), bezogen auf alle Personen, die insgesamt von dem Werbeträger bzw. der Kombination erreicht werden, also mindestens einen Kontakt gehabt haben. Die Formel für die Durchschnittskontakte lautet: Summe aller Kontakte (Brutto-Kontakte) dividiert durch Anzahl der Personen mit mindestens einem Kontakt (Netto-Reichweite) Die Aussagekraft des Durchschnitts-Kontaktes ist begrenzt, da er keine Information über die Streuung der Kontakte gibt. Für den wertenden Vergleich von Werbeträger-Kombinationen ist der Durchschnittskontakt allein unzureichend (Bruttokontakte, Kontaktverteilung).