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Basis
In der Marktforschung Quantifizierung der Erhebungsbereiche einer Analyse (Personen, Haushalte, Institutionen). 

 

Basiserhebung
Eine Analyse ohne spezifische Ausrichtung, die nur generelle Einsichten ermittelt. Sie kann Grundlage für Untersuchungen mit bestimmter Zielsetzung sein (z. B. Analyse von Konsumgewohnheiten).

 

 Bedarf
Das Zusammenwirken von Bedarf und Kaufkraft produziert die Nachfrage. Der Bedarfsumfang ergibt sich aus der Zahl der bedarfhabenden Personen und der Bedarfsintensität. Unterschieden wird nach Konsumenten-bzw. Unternehmensbedarf.

 

Bedarfsfaktoren
Bei der Analyse eines Marktes sind folgende Bedarfsfaktoren zu berücksichtigen:
1. Verbrauchs-und Kaufgewohnheiten sowie äußere Einflüsse auf den Bedarf (Sitten, Mode,Konvention etc.)
2. Soziale Stellung
3. Einkommen
4. Landschaft (mit Klima, Verkehrsverhältnissen etc.)
5. Markenbewußtsein
6. Grad der Sättigung mit bestimmten Gütern und Leistungen
7. Innere (psychologische) Einstellung

 

Bedingungsschlüssel
Die Ausführungen einer Operation im Programm, z. B. das Verzweigen (Verzweigungsadresse) in einem anderen Programmteil, kann davon abhängig gemacht werden, daß bestimmte Bedingungen z. Zt. der Instruktionsausführung als gegeben vorliegen. Die Bedingungen werden in Form eines Bedingungsschlüssels in der Instruktion angegeben.

 

Beihefter
Prospekte und andere mehrseitige Druckerzeugnisse, die fest in eine Zeitschrift eingeheftet werden. Beihefter müssen dem Verlag (der Druckerei) vom Auftraggeber angeliefert
werden.

 

Beikleber
Postkarten oder auch nicht zu stark auftragende Warenproben können direkt in eine Anzeige integriert, d. h. beigeklebt werden. Sie müssen fertig gedruckt, konfektioniert und einwandfrei verpackt frei Druckerei angeliefert werden.

 

Beilage
In Printmedien lose beigefügte Prospekte und andere Druckerzeugnisse, die der Auftraggeber dem Verlag (der Druckerei) anliefern muß. Durch Beilagen sind meist kleinere Gebiete zu belegen als mit Anzeigen.

 

Bekanntheitsgrad
Ausmaß, in dem eine bestimmte Marke, ein Name oder Produkt usw. "bekannt" ist. Man unterscheidet dabei nach "aktiver" (Ermittlung mit Unaided Recall) und "passiver" Bekanntheit (Ermittlung mit Aided Recall). Der Bekanntheitsgrad kann einen sehr starken Einfluß auf die Ergebnisse von Anzeigen-Tests haben: je höher der Bekanntheitsgrad, um so höher auch die Chance der Wiedererkennung (Werbewirkung, Aktiver Bekanntheitsgrad, Passiver Bekanntheitsgrad).

 

Belegungsschritt
bezeichnet in Media-Selektions-Programmen die für jedes Medium festgelegte Belegungsvariation, d. h. also die Vorgaben darüber, mit wie vielen Belegungen oder in welchen Schrittlängen ein Medium überprüft werden soll.

 

Berufsgruppen
Zusammenfassung einzelner Berufe zu übergeordneten und für eine Befragung geeigneten Begriffen. Eine gebräuchliche Berufsgruppeneinteilung ist z. B.:
· Inhaber und Leiter von Unternehmen, freie Berufe
· Selbständige Gewerbetreibende
· Leitende Beamte und Angestellte
· Sonstige Beamte und Angestellte
· Facharbeiter
· Sonstige Arbeiter
· Landwirtschaftliche Berufe
Diese und ähnliche Berufsgruppen werden bei Umfragen im Rahmen der Demografischen Merkmale der Befragten erhoben. Ermittelt wird bei Berufstätigen der eigene Beruf, bei Rentnern der vormalige Beruf, bei Personen ohne Beruf der Beruf des Haushaltsvorstandes.

 

Besitzmerkmale
von verschiedenen Gegenständen, insbesondere von Gütern des gehobenen Bedarfs (z. B. Fernsehgerät, Waschmaschine, Spülmaschine usw.) werden bei Media-Analysen oft zusätzlich erhoben, um aufgrund dieser Informationen die Kaufkraft einzelner Nutzerschaften beurteilen zu können. Zum Teil grenzen solche Besitzmerkmale auch an Kriterien zur psychologischen Differenzierung der Nutzerschaften. Darüber hinaus werden diese Angaben auch für Marktanalysen verwendet um den potentiellen Markt für bestimmte Besitzgüter zu ermitteln. Informationen dieser Art liefern auch Markt-Media-Erhebungen(VerbraucherAnalyse AWA TDW).

 

Bezugsart
Zur qualifizierenden Beschreibung von Leserschaften wird bei Media-Analysen festgestellt, wie ein Leser in den Besitz einer bestimmten Ausgabe einer Publikation gekommen ist. Die Media-Analyse unterscheidet bei Zeitschriften:
· Zeitschrift im Haushalt abonniert
· Zeitschrift selbst gekauft
· Zeitschrift hat anderes Haushaltsmitglied gekauft
· Zeitschrift hat Befragter von Freund, Bekannten, Kollegen geliehen, geschenkt bekommen
· Befragter ist an die Zeitschrift durch Zufall herangekommen, hat sie vorgefunden, lag aus
· Lesezirkel
Die Studie Lesequalität konnte nachweisen, daß Anzeigen in Heften, die zufällig vorgefunden werden, vergleichsweise wenig Werbewirkung erzeugen.

 

Bias
Verzerrung der Ergebnisse einer Befragung durch systematische oder zufällige Fehler in der Anlage der Stichprobe, des Fragebogens.

 

Binomialverteilung
Die Binomialverteilung ist Grundlage zur Berechnung von Kontaktwahrscheinlichkeiten in Media-Selektions-Modellen (Verteilung, Urnenmodell).

 

Black Box
(Engl.: Dunkelkammer), Bestandteil aller Modelle, die keine Klärung über die Wirksamkeit von Faktoren schaffen sollen, sondern den Zweck verfolgen, die Beziehungen zwischen "inputs" und "outputs" darzustellen und möglichst in einer mathematischen Funktion auszudrücken. Im Marketing werden z. B. Auswirkungen von Änderungen im Marketing auf den Absatz ermittelt, ohne den Markt (= black box) näher zu durchleuchten.

 

Boustedt, Olaf
hat für die Bundesrepublik Deutschland die Verstädterungszonen beschrieben. Kleine Gemeinden in den Randgebieten von Großstädten oder Konglomerate von kleinen Ortschaften, die insgesamt großstädtischen Charakter haben, werden zu größeren Einheiten zusammengefaßt. Die Beschreibung der Gemeindegrößen nach Boustedt kann häufig deswegen aussagefähiger sein, weil die Bewohner dieser kleinen Randgemeinden eher Lebenszuschnitt und Bedürfnisse haben wie die Großstadtbewohner. Die Beschreibung nach politischen Gemeindegrößen kann einem solchen Sachverhalt nicht gerecht werden (Gemeindegrößen).

 

Brand
Bezeichnung für einen Markenartikel, den Markennamen bzw. das Warenzeichen.

 

Brand Awareness
Markenbekanntheit (Schätzformel)

 

Brand Identity
Übereinstimmung mit dem Markenbild.

 

Brand Image
Verbraucher-Vorstellung von dem Gesamteindruck einer Marke.

 

Breakdown
Aufgliederung, Aufschlüsselung von Erhebungsdaten nach bestimmten Gesichtspunkten, z.B. Aufgliederung nach männlich -weiblich.

 

Briefing
Kurze schriftliche Zusammenfassung aller Gesichtspunkte, die eine Marketing-Konzeption bestimmen. Ein solches Briefing ist für eine Agentur die Grundlage zur Erarbeitung einer Werbekampagne. Ein Teilaspekt ist das Media-Briefing mit Informationen über Zielgruppe, Ansprachehäufigkeit, Timing und Etat.

 

Brutto-Reichweite
Summe der Einzelreichweiten mehrerer Ausgaben eines Mediums oder einer Ausgabe verschiedener Medien, bzw. deren Kombination, ohne Nutzerüberschneidungen zu berücksichtigen. Beispiel: Medium A: 1,50 Mio. Reichweite bei 1 Einschaltung Medium B: 3,50 Mio. Reichweite bei 1 Einschaltung Medium C: 1,00 Mio. Reichweite bei 1 Einschaltung für den Plan A= 3 mal, B = 6 mal, C = 1 mal, ergibt sich wie folgt die Brutto-Reichweite A: 3 * 1,50 Mio. = 4,50 Mio. 4,50 Mio. B: 6 * 3,50 Mio. = 21,00 Mio. C: 1 * 1,00 Mio. = 1,00 Mio. 26,50 Mio. Die Brutto-Reichweite gibt nur die Zahl der insgesamt anfallenden Kontakte an, sagt jedoch nichts über die Anzahl der erreichten Personen aus (Netto-Reichweite GRP).