Bis August lagen die Werbeausgaben noch bei einem Minus von 3,5%.
Der Monat September wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärker gebucht, so dass die Investments sich fast auf das Vorjahres Niveau (Januar bis September) eingependelt haben (Minus 339 T€, 0,4%). Unterschiede sind bei der Bewerbung der Top 10 werbungtreibender Firmen festzustellen: Diese haben rd. 1,1 Mio. € weniger investiert. Der Anteil der Top 10 an den Spendings der gesamten Pharmabranche ist von 25,7% auf 24,6% gesunken.
Berlin Chemie hält seinen ersten Platz im Ranking trotz anhaltender Budgetreduzierungen. Der Abstand zu Platz 2 ist mit ca. 1 Mio. € jedoch weiterhin sehr deutlich. Boehringer Ingelheim sowie Grünenthal und Daiichi Sankyo setzen ihre Werbeoffensive fort und erhöhen zwischen 150% bis 220% vs. Vorjahr. Pfizer, bis August noch auf Rang 4 im Ranking, hat die Budgets um rund 40% reduziert und befindet sich nun auf Rang 12. Hexal, im Vergleichszeitraum noch auf Rang 2, bleibt bei der Strategie der ‚reduzierten Budgets‘.
Dies bedeutet eine Steigerung um fast 1,4 Mio. € vs. Vorjahr. Der Anteil der am stärksten beworbenen Marken beträgt mittlerweile 9,5% der gesamten Pharma Werbeausgaben. Im Vergleichszeitraum 2010 betrug dieser Anteil ‚nur‘ 8%. Vier Marken, allesamt Neueinführungen des letzten Jahres, führen das Ranking an - mit entsprechend hohen Budgets. Aber auch die ‚etablierten‘ Marken investieren, bis auf wenige Ausnahmen, deutlich mehr.
Im Langzeitvergleich ist ein deutlicher Trend zu höheren Einzelbudgets pro beworbenem Produkt festzustellen. In 2008 (Januar bis September) betrug der Anteil an den Pharma Werbeausgaben 6,2%. Die am stärksten beworbene Marke war TARGIN® mit einem Budget von 706.517 €. In 2009 hat dieses Produkt fast 1,5 Mio. € investiert und damit eine Benchmark gesetzt. Mittlerweile sind Budgets von über 1 Mio. € keine Seltenheit mehr.
Die Bruttoinvestitionen der Top 10 Verlage sind leicht gesunken. Im Vergleichszeitraum 2010 lag der Anteil der Top 10 bei 72,1%. In diesem Jahr wurden 600 T€ weniger investiert, der Anteil hat sich um 0,4%, auf 71,7%, reduziert. Bei nur marginal geringeren Werbeausgaben (Minus 0,4%) ist der Anteil der reduzierten Ausgaben bei den Top 10 Verlagen mit 0,9% mehr als doppelt so hoch. Schlussfolgerung daraus – es wurde mehr in kleinere Verlage investiert.
Basis: Pharmamonitor; Zeitschriftengruppe (Oder): Anästhesie & Chirurgie, API-Titel, Apotheken-FZ, Ärzte Klinik, Ärzte überregional, Ästhetische Medizin, Biol. & Homöop. & Natur, Dermatologie, Gynäkologie, Hygiene & Bakt. & Paras., Innere Medizin, Innere Medizin, Diabetologie, Innere Medizin, Gastroenterologie, Innere Medizin, Kardiologie, Innere Medizin, Nephrologie, Innere Medizin, Pneumologie, Innere Medizin, Rheumatologie, Laryng. & Rhino. & Otologie, Neurologie, Onkologie, Ophthalmologie, Orthopädie, Pädiatrie, Radiologie, Schmerz, Sportmedizin, Urologie, Wehrmedizin; mit Multianzeigen, mit Apotheken-/Rezept-pflichtig, ohne Stellen/Rubriken, Stand 14.10.2011
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