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Rx Spendings: Marginal rückläufige Werbeausgaben

Die Werbeausgaben sind im Zeitraum Januar bis August 2011 um 3,5% vs. Vorjahreszeitraum gesunken. Dies bedeutet ein Minus von rd.
2,8 Mio. €. Interessant ist die Entwicklung der Bereiche in die für Werbung investiert wurde. Die Ausgaben für Präparate (78% Anteil an den Gesamtinvestments) sind mit einem Index von 96 so stabil wie die gesamten Brancheninvestitionen. Deutlich mehr (wenn auch auf niedrigem Niveau) wurde in die Bereiche Aus-/Fortbildung sowie Kosmetika investiert.

Top 10 Spender im Zeitraum Januar bis August 2011

Bei den Werbeausgaben der Unternehmen haben sich einige Verschiebungen ergeben. Berlin-Chemie bleibt mit 4,5% Anteil an den gesamten Branchenausgaben weiter der Nr. 1 Spender - trotz Reduzierung des Budgets um 12%. Novartis und Lilly Deutschland sind auf Rang 2 und 3 mit Budgeterhöhung von 15% rsp. 28% vs. Vorjahr. Böhringer Ingelheim, im letzten Jahr noch nicht im Top 10 Ranking, erhöhte die Werbeausgaben um 133% (Plus 1,1 Mio. €). Diese Entwicklung ist auch im OTC Segment festzustellen: 12% höhere Investments, d.h. ein Plus von 3,4 Mio. € (Zeitraum 1 bis 7/2011). Deutliche Budgetsteigerungen auch bei Daiichi Sankyo (Plus 0,9 Mio. €) sowie Grünenthal (Plus 917 T€). Hexal, im Vorjahreszeitraum auf Rang 2, hat die Budgets deutlich reduziert (Minus 42%, 1,1 Mio. €). Auch die OTC Sparte ist von dieser Entwicklung betroffen. Die Werbeausgaben wurden fast halbiert: Minus 44% = 5,5 Mio. € (Basis Nielsen: Jan bis Juli 2011).

 

Deutlich höhere Budgets für die Top 10 Produkte.

Im Zeitraum Januar bis August 2010 belief sich der Anteil der zehn am stärksten beworbenen Produkte auf 8,0% an den gesamten Branchen Investments. In den ersten acht Monaten 2011 hat sich dieser Anteil auf 9,9% erhöht. Bei sinkenden Gesamtinvestitionen (./. 3,5%) sind 1,2 Mio. € (Plus 1,9%) höhere Budgets für die Bewerbung der Top 10 investiert worden. Nicht nur die Werbeinvestments neuer Produkte erhöhen das Top 10 Ranking. Auch bereits existente Marken steigern deutlich die Werbeausgaben mit teilweise bis zu 177% höheren Budgets (Daxas® war Neueinführung in 2010).

 

Marginale Veränderungen bei den Verlags-Umsätzen.

Die Ärzte Zeitung sowie Deutscher Ärzteverlag, GOVI Verlag und Verlag Moderne Industrie haben ihre Umsätze im Vergleich zum betrachteten Vorjahreszeitraum steigern können. Die positive Umsatzentwicklung beeinflusst auch die Marktanteile: Die Ärzte Zeitung erhöhte ihren Anteil von 12,7% auf 14,2%. Deutscher Ärzteverlag von 4,8% auf 5,7%;
GOVI Verlag von 5,1% auf 5,6% und Verlag Moderne Industrie von 2,2% auf 2,6%. Der Thieme Verlag hat seine Verluste aus 2009 (Index 90, 2010 vs. 09) in diesem Jahr noch nicht wieder ganz ausgleichen können (MA sinkt von 4,8% auf 4,6%). MMI wird, durch den Verkauf des Titels Kassenarzt, das Vorjahresniveau nicht mehr erreichen können (MA sinkt von 4,4% auf 2,4%). Die Umsätze der Top 10 Verlage sind, marginal höher als die sinkenden Brancheninvestments, um 4,1% gesunken. Der Anteil der Top 10 an den gesamten Werbeumsätzen ist um 0,5% gesunken (71,7 vs. 72,2%, Jan bis Aug 2011 vs. 10).

Basis: Pharmamonitor; Zeitschriftengruppe (Oder): Anästhesie & Chirurgie, API-Titel, Apotheken-FZ, Ärzte Klinik, Ärzte überregional, Ästhetische Medizin, Biol. & Homöop. & Natur, Dermatologie, Gynäkologie, Hygiene & Bakt. & Paras., Innere Medizin, Innere Medizin, Diabetologie, Innere Medizin, Gastroenterologie, Innere Medizin, Kardiologie, Innere Medizin, Nephrologie, Innere Medizin, Pneumologie, Innere Medizin, Rheumatologie, Laryng. & Rhino. & Otologie, Neurologie, Onkologie, Ophthalmologie, Orthopädie, Pädiatrie, Radiologie, Schmerz, Sportmedizin, Urologie, Wehrmedizin; mit Multianzeigen, mit Apotheken-/Rezept-pflichtig, ohne Stellen/Rubriken, Stand 01.09.2011


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