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Rx-Spendings 2011: Alles beim Alten?

Die fachspezifischen Werbeausgaben sind analog zu den in Nielsen erfassten OTC-Spendings ebenfalls ‚nur‘ um 1,1% gesunken.
Für die Rx-Pharma-Investitionen bedeutet dies einen Rückgang von 1,5 Mio. €. Dieser Rückgang ist fast vollständig auf die reduzierten Werbeausgaben der Top 10 Firmen zurückzuführen (Minus 1,1 Mio. €).
Im Langzeitvergleich ist jedoch deutlich eine Negativentwicklung festzustellen. Die Werbeinvestitionen sind zwischen 2008 und 2011 um 10 Mio. € gesunken.   

 

Top 10 der werbung-treibenden Firmen in 2011

Der Anteil der Top-10-Firmen liegt bei rund 25% an den gesamten Werbeinvestitionen. Konkret lag der Anteil in 2010 bei 25,4%, in 2011 bei 24,8% (Minus 0,6%; 1,1 Mio. €). Große Veränderungen haben sich im Top 10 Ranking nicht ergeben:
Die Top-Werber sind weitestgehend identisch (Mundipharma ist nicht mehr in den Top 10), die Platzierungen haben sich marginal verschoben und die Budgets in den meisten Fällen reduziert.

Eine der wenigen Ausnahmen ist Boehringer Ingelheim Pharma: In 2010 noch auf Rang 14, ist das Unternehmen mit einem Budgetanstieg von 111% auf Platz 4 der Rangliste platziert.
Trotz Budgetreduzierungen von 16% konnte Berlin-Chemie seine Nr. 1 Position halten und ist weiterhin mit großem Abstand der Top-Spender.

 

Stetiger Anstieg der
Top-10-Produkte an den Gesamtspendings

Im Jahr 2008 betrug der Anteil der zehn am stärksten beworbenen Produkte 7%. In 2011 ist der Anteil auf 8,7% gestiegen - Trotz rückläufiger Werbeinvestitionen.
Im Langzeit-Vergleich zeigt sich ein stetig rückläufiger Werbemarkt. Der Anteil der Investitionen für die Top-10-Produkte hingegen steigt deutlich an:
Im Vergleich 2011 vs. 08 wurden 1,5 Mio. € mehr Werbeausgaben getätigt (2008 = 10 Mio. €; 2011 = 11,5 Mio. €). 2011 ist der Anteil auf 8,7% angestiegen.

Fünf der Top 10 aus 2011 waren bereits in 2010 im Ranking vertreten,
drei in 2009 (Vocado®, Iberogast®, Targin®) und zwei in 2008 (Targin®, Iberogast®). Die Budgets für die einzelnen Marken sind über die Jahre sogar angestiegen. Targin® hat nach vier Jahren erstmalig die Budgets reduziert (Minus 35%).

 

Die Top-10-Verlage verlieren kontinuierlich Anteile

Innerhalb von vier Jahren haben die zehn größten Verlage rund 9 Mio. € an Umsatzeinbußen verzeichnen müssen. Während sich in 2008 73,5% der Verlagsumsätze auf die Top-10-Verlage verteilt haben, waren es in 2011 72,3% – und das bei deutlich geringeren Werbeinvestitionen.

 

Die meisten der Top-10-Verlage mussten marginal Einbußen vs. dem Vorjahr hinnehmen.
Drei von zehn Verlagen konnten die Umsätze leicht steigern (Ärzte Zeitung: Plus 820 T€, Govi Verlag: Plus 383 T€, Verlag Kirchheim: Plus 33 T€). Gewinner, mit einem deutlichen Umsatz-Plus von 933 T€ ist der Deutscher Ärzteverlag. Der MMI Verlag verbuchte Einbußen von 28% (Minus 13 T€).

Verfasser: MWO Office
Basis: Pharmamonitor; Zeitschriftengruppe (Oder): Anästhesie & Chirurgie, API-Titel, Apotheken-FZ, Ärzte Klinik, Ärzte überregional, Ästhetische Medizin, Biol. & Homöop. & Natur, Dermatologie, Gynäkologie, Hygiene & Bakt. & Paras., Innere Medizin, Innere Medizin, Diabetologie, Innere Medizin, Gastroenterologie, Innere Medizin, Kardiologie, Innere Medizin, Nephrologie, Innere Medizin, Pneumologie, Innere Medizin, Rheumatologie, Laryng. & Rhino. & Otologie, Neurologie, Onkologie, Ophthalmologie, Orthopädie, Pädiatrie, Radiologie, Schmerz, Sportmedizin, Urologie, Wehrmedizin; mit Multianzeigen, mit Apotheken-/Rezept-pflichtig, ohne Stellen/Rubriken, Stand 05.01.2012

 

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