Im Gesamtjahr 2011 wurde zwar 'nur' 1,1 % weniger in Werbung (vs. 2010) investiert, in Summe bedeutet dies jedoch einen Rückgang der Werbeinvestitionen von 9,3 Mio. €.
Der Gesamtwerbemarkt hingegen ist um 6% angestiegen – dies ist ein Plus von 1,47 Mrd. €.
Der Anteil der Pharmabranche am Gesamtmarkt reduziert sich entsprechend von 3,3% auf 3,1%
(in 2009 lag der Anteil bei 3,5%).
Das Medium Online hat erwartungsgemäß wieder eine deutliche Steigerung zu verzeichnen.
Im Gesamtjahr 2010 lag der Anteil am Media-Mix bei 2,6%. In 2011 hat sich der Anteil auf 3,7% erhöht
(Plus 8,4 Mio. €).
Plakat konnte seinen Umsatz mehr als verdoppeln und eine 113%ige Steigerung der Investitionen verzeichnen. Allerdings bleibt der prozentuale Anteil am Mix auf einem niedrigen Niveau (Steigerung von 0,2% auf 0,5%).
Die Publikumszeitschriften haben nach ihrem 'Tief' (Anteil am Mix in 2010: 35,9%; in 2009: 34,6%) wieder ihre starke zweite Position im Media-Mix behauptet: 35,7% der Branchenausgaben entfallen aktuell auf das Printmedium. Dies bedeutet zwar 'nur' einen marginalen prozentualen Rückgang um 0,2%, aber durch die geringeren Brancheninvestitionen summiert sich der Verlust dieses Mediums auf 5,2 Mio. €.
Nummer 1, mit einem Anteil von 54,3%, ist nach wie vor das Medium TV. Die Ausgaben für TV liegen unter Vorjahresniveau (Index 97,6%). Dies bedeutet ein Minus vs. Vorjahr von 11 Mio. € (Anteil am Mix 2010 = 55%).
Die Gattung Fachzeitschriften liegt mit 98% knapp unter dem Branchenindex.
Die Tageszeitungen hingegen setzen ihren Negativtrend fort und erreichen einen Index von 93,8 vs. Vorjahr (rd. 1 Mio. € Minus). Der Anteil am Mix reduziert sich auf 1,8% (in 2009 betrug der Anteil 2,6% – in Summe ein Verlust von 6 Mio. € innerhalb von zwei Jahren).
Das Medium Hörfunk hat nach einem zwischenjährlichen 'Hoch' (Index Jan-Aug 105) deutliche Verluste hinnehmen müssen. Der Anteil am Mix ist von 1,9% auf 1,6% gesunken (Minus 2,3 Mio. €, Index 85).
Der Markt konnte ein Wachstum von 5,8% verzeichnen.
Alle Medien haben gewonnen – die einen mehr, die anderen weniger:
o Publikumszeitschriften + 3,9%
o Fachzeitschriften + 5,5%
o TV + 1,8%
o Radio + 3,4%
o Plakat + 11,5%
o Internet + 34,2%
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei den Analysen um eine Bruttobetrachtung handelt.
Sechs von zehn der Top-10-Marken aus 2010 sind auch in 2011 zu finden (blau markiert).
Bis auf Kytta haben alle diese sechs Marken die Budgets erhöht oder zumindest gehalten.
Der Abstand der absoluten Ausgaben der Top 10 ist enorm:
Der Nr.-1-Spender Formoline L112 hat fast das Dreifache in Werbung investiert – im Vergleich zu Aspirin Effect Granulat auf Rang 10.
In der Langzeit-Betrachtung fällt ein starker Anstieg des Anteils der Top 10 an den gesamten Branchen-Werbeausgaben auf. 2009 wurde erstmals die ‚20 Mio.- Schwelle‘ überschritten (Formoline L112).
In 2011 haben zwei Marken über 20 Mio. investiert.


Die Top-10-Unternehmen sind nahezu identisch im Vergleich zu 2010 – nur die Platzierungen haben sich geändert.
Neu hinzugekommen ist ratiopharm mit nahezu einer Verdoppelung des Budgets. Nicht mehr im Ranking ist Procter+Gamble, die über die Jahre kontinuierlich die Budgets reduziert haben (2009: 33 Mio. €, 2011: 14 Mio. €).
Nicht mehr im Top-10-Ranking, aber erwähnenswert auf Grund der deutlichen Budgetsteigerungen: Hermes Arzneimittel (Rang 12, Index 123 vs. Vorjahr); Naturwohl Pharma (Rang 15, Index 397); Stada Arzneimittel (Rang 16, Index 130).
Der budgetäre Anteil der Top 10 hat sich im Vorjahres-Vergleich um 1,1% (Plus 3,8 Mio. €) erhöht. In 2010 haben die Top-10-Firmen 49,1% der Brancheninvestitionen getätigt – in 2011 hat sich der Anteil auf 50,2% erhöht. In der Entwicklung der letzten vier Jahre zeigt sich eine deutliche budgetäre Steigerung der Top-10-Unternehmen. Der prozentuale Anteil schwankt, bedingt durch die Veränderungen der Branchenbudgets.
Verfasser: MWO Office
Quelle: Nielsen Media Research GmbH 16.01.2012, Branche: ARZNEIMITTEL, GESUNDHEIT + PHARMAZIE SONSTIGE, GESUNDHEIT + PHARMAZIE -WB RANGE-, GESUNDHEIT+PHARMAZIE FIRMEN-/ IMAGE-, MEDIZINISCHE GERAETE
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