Nielsen: Spendings der Pharmabranche weiterhin noch unter Vorjahresniveau. Positive Tendenz erkennbar!
Die Werbeausgaben der Pharmabranche liegen im 1. Tertial 2012 3,7% unter dem Vorjahr (Index 96), der Gesamtmarkt hingegen hat 3,5% mehr investiert.
In Summe: Die Pharmabranche hat die Werbeinvestitionen um 10.355 T€ reduziert, der Gesamtmarkt um 186.418 T€ erhöht.
Der Branchen-Anteil reduziert sich auf 3,3% (3,6% 1-4/2011). Tendenziell ist eine marginal positive Entwicklung festzustellen: Im 1. Quartal 2012 lag der Index vs. Vorjahr noch bei 94 (1-2/2012 Index 91).
Eine 100%ige Vergleichbarkeit der prozentualen Anteile ist nicht mehr möglich, da Nielsen ab 2012 neue Bewertungskonventionen fürs Internet eingeführt hat.
Zur Erläuterung:
Durch die Neubewertung reduzieren sich in 2011 die Online-Ausgaben des Gesamtmarktes um 22,5%. Entsprechend verändern sich die Anteile aller Medien. Dies jedoch nur auf niedrigem Niveau, da der Anteil von Online im Media Mix der Pharmabranche maximal 3,8% (2011) betragen hat.
TV konnte durch die Neubewertung seinen Anteil am Mix ausbauen: 54,6% vs. 51,6% im Vorjahreszeitraum. In Summe bedeutet der höhere Anteil einen zusätzlichen Umsatz in Höhe von 2,7 Mio. Euro.
Der Anteil der Publikumszeitschriften am Media Mix hat sich prozentual von 38,0% auf 36,9% reduziert.
Der Umsatzverlust ist deutlich höher: Ein Minus von 7 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Die Zeitungen verlieren weiterhin deutlich: 42% geringere Umsätze – Minus 3 Mio. Euro.
Die Fachzeitschriften können marginale Gewinne verbuchen: Ein Plus von 4%.
Die Umsätze im Hörfunk haben sich fast halbiert: Minus 55,6%.
In Summe ein Umsatzrückgang von 2,2 Mio. Euro.
Plakat wurde verstärkt gebucht – allerdings auf einem niedrigen Niveau (Anteil am Mix: 0,8%).
Die Werbeinvestitionen von Online sind nach der neuen Bewertungsmethodik von Nielsen um ca. 30% vs. Vorjahres-Investitionen gesunken. Der Anteil am Media Mix beträgt ‚nur noch‘ 2,7% (vs. 3,7% im Vorjahres-Quartal, Basis ‚alte‘ Bewertungsmethode).
Online hat seinen Stellenwert im Mix jedoch klar bestätigt und hat einen höheren Anteil als Zeitungen, Plakat, Hörfunk und sogar Fachzeitschriften.
Der Anteil der Top 10 an den Gesamtausgaben sinkt stetig. Im betrachteten Zeitraum lag dieser bei 16,7%. Im ersten Quartal betrug der Anteil 19,5%, in den ersten zwei Monaten 21,2%.
Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Top 10 deutlich weniger investieren, sondern der Anteil der beworbenen Marken steigt. Im Januar/Februar wurden 235 Marken beworben, im 1. Quartal waren 293 werblich aktiv, im 1. Tertial 354 (Basis: ab 50 T€ Brutto-Budget).
Saisonal bedingt reduzieren die Erkältungsmittel. Ansonsten wenig Änderungen im Ranking.
Neu (seit März) im Top-10-Ranking – sowie auch als Werbungtreibender – ist das Produkt Lactostop Tabletten. Vitasprint B12 ist ebenfalls ‚zurück‘ im Ranking.
Auch im Ranking der Top-10-Unternehmen gibt es wenig Veränderungen: Dr. Willmar Schwabe, Reckitt Benckiser Dt. sowie Spitzner Arzneimittel sind nicht mehr unter den Top 10. Spitzner reduzierte sein Budget um 17% vs. Vorjahr. Die anderen beiden haben die Ausgaben mehr als halbiert.
Neu im Ranking mit deutlichen Budget-Steigerungen:
Ratiopharm +87%; Glaxo Smith Kline Consumer Healthcare +30%; Dr. Wolff +16%.
Von den ‚etablierten‘ Top-10-Spendern haben nur Novartis Consumer Health (+18%) sowie Pfizer Consumer Healthcare erhöht (+27%).
Alle anderen Firmen haben ihre Budgets (bis zu 27%) reduziert.

Verfasser: MW Office
Quelle: Nielsen Media Research GmbH 14.05.2012, Branche: ARZNEIMITTEL, GESUNDHEIT + PHARMAZIE SONSTIGE, GESUNDHEIT + PHARMAZIE -WB RANGE-, GESUNDHEIT+PHARMAZIE FIRMEN-/ IMAGE-, MEDIZINISCHE GERAETE
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