MWO Marktinfo 04/2013
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Nielsen: Spendings der Pharmabranche weiterhin noch unter Vorjahresniveau. Positive Tendenz erkennbar!

Die Werbeausgaben der Pharmabranche liegen im 1. Tertial 2012 3,7% unter dem Vorjahr (Index 96), der Gesamtmarkt hingegen hat 3,5% mehr investiert.
In Summe: Die Pharmabranche hat die Werbeinvestitionen um 10.355 T€ reduziert, der Gesamtmarkt um 186.418 T€ erhöht.
Der Branchen-Anteil reduziert sich auf 3,3% (3,6% 1-4/2011). Tendenziell ist eine marginal positive Entwicklung festzustellen: Im 1. Quartal 2012 lag der Index vs. Vorjahr noch bei 94 (1-2/2012 Index 91). 

 

Fast alle Medien müssen Verluste hinnehmen.
Ausnahmen: TV, FZ und Plakat.

Eine 100%ige Vergleichbarkeit der prozentualen Anteile ist nicht mehr möglich, da Nielsen ab 2012 neue Bewertungskonventionen fürs Internet eingeführt hat.

Zur Erläuterung:
Durch die Neubewertung reduzieren sich in 2011 die Online-Ausgaben des Gesamtmarktes um 22,5%. Entsprechend verändern sich die Anteile aller Medien. Dies jedoch nur auf niedrigem Niveau, da der Anteil von Online im Media Mix der Pharmabranche maximal 3,8% (2011) betragen hat.

TV konnte durch die Neubewertung seinen Anteil am Mix ausbauen: 54,6% vs. 51,6% im Vorjahreszeitraum. In Summe bedeutet der höhere Anteil einen zusätzlichen Umsatz in Höhe von 2,7 Mio. Euro.

Der Anteil der Publikumszeitschriften am Media Mix hat sich prozentual von 38,0% auf 36,9% reduziert.
Der Umsatzverlust ist deutlich höher: Ein Minus von 7 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zeitungen verlieren weiterhin deutlich: 42% geringere Umsätze – Minus 3 Mio. Euro.

Die Fachzeitschriften können marginale Gewinne verbuchen: Ein Plus von 4%.

Die Umsätze im Hörfunk haben sich fast halbiert: Minus 55,6%.
In Summe ein Umsatzrückgang von 2,2 Mio. Euro.

Plakat wurde verstärkt gebucht – allerdings auf einem niedrigen Niveau (Anteil am Mix: 0,8%).

 

 

Die Werbeinvestitionen von Online sind nach der neuen Bewertungsmethodik von Nielsen um ca. 30% vs. Vorjahres-Investitionen gesunken. Der Anteil am Media Mix beträgt ‚nur noch‘ 2,7% (vs. 3,7% im Vorjahres-Quartal, Basis ‚alte‘ Bewertungsmethode).
Online hat seinen Stellenwert im Mix jedoch klar bestätigt und hat einen höheren Anteil als Zeitungen, Plakat, Hörfunk und sogar Fachzeitschriften.

 

Top-10-Ranking der beworbenen Marken

Der Anteil der Top 10 an den Gesamtausgaben sinkt stetig. Im betrachteten Zeitraum lag dieser bei 16,7%. Im ersten Quartal betrug der Anteil 19,5%, in den ersten zwei Monaten 21,2%.
Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Top 10 deutlich weniger investieren, sondern der Anteil der beworbenen Marken steigt. Im Januar/Februar wurden 235 Marken beworben, im 1. Quartal waren 293 werblich aktiv, im 1. Tertial 354 (Basis: ab 50 T€ Brutto-Budget).

Saisonal bedingt reduzieren die Erkältungsmittel. Ansonsten wenig Änderungen im Ranking.
Neu (seit März) im Top-10-Ranking – sowie auch als Werbungtreibender – ist das Produkt Lactostop Tabletten. Vitasprint B12 ist ebenfalls ‚zurück‘ im Ranking.

 

 

 

 

 

 

Top-10-Ranking der werbungtreibenden Firmen

Auch im Ranking der Top-10-Unternehmen gibt es wenig Veränderungen: Dr. Willmar Schwabe, Reckitt Benckiser Dt. sowie Spitzner Arzneimittel sind nicht mehr unter den Top 10. Spitzner reduzierte sein Budget um 17% vs. Vorjahr. Die anderen beiden haben die Ausgaben mehr als halbiert.

Neu im Ranking mit deutlichen Budget-Steigerungen:
Ratiopharm +87%; Glaxo Smith Kline Consumer Healthcare +30%; Dr. Wolff +16%.

Von den ‚etablierten‘ Top-10-Spendern haben nur Novartis Consumer Health (+18%) sowie Pfizer Consumer Healthcare erhöht (+27%).

Alle anderen Firmen haben ihre Budgets (bis zu 27%) reduziert.

 

Verfasser: MW Office
Quelle: Nielsen Media Research GmbH 14.05.2012, Branche: ARZNEIMITTEL, GESUNDHEIT + PHARMAZIE SONSTIGE, GESUNDHEIT + PHARMAZIE -WB RANGE-, GESUNDHEIT+PHARMAZIE FIRMEN-/ IMAGE-, MEDIZINISCHE GERAETE

 

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